Gesetzgeber hat das Feuerwerk eingeschränkt - Verkauf erst ab heute erlaubt

Böllerverbot am Fachwerk

Feuerwerk - wie hier beim Strandfest - bereitet auch zum Jahreswechsel viel Freude, kann aber auch sehr gefährlich sein. Archivfoto: Schaake

HERSFELD-ROTENBURG. Wer Silvester Böller krachen lassen und das neue Jahr mit Raketen begrüßen will, muss gut aufpassen, wo er es krachen lässt. Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände - also Feuerwerkskörper jeglicher Art - ist nicht nur in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, sondern auch von Fachwerkhäusern verboten. Angewiesen wird dies durch eine Änderung des Sprengstoffgesetzes, die bereits zum 1. Oktober in Kraft getreten ist.

Zurückzuführen ist diese Änderung nach Angaben der Stadtverwaltung Rotenburg darauf, dass in der Vergangenheit immer wieder Fachwerkhäuser gebrannt haben, weil in der Nähe Feuerwerkskörper gezündet wurden.

Brände in Osterode und Goslar

Bürgermeister Manfred Fehr: „In den Silvesternächten 2006 und 2007 sind allein in Niedersachsen durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern wertvolle denkmalgeschützte Fachwerkgebäude in den Fachwerkstädten Goslar und Osterode am Harz den Flammen zum Opfer gefallen.“ Um auch in Zukunft die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen und das wirtschaftliche Eigentum und wertvolle Kulturgut von Fachwerkhäusern zu schützen, habe der Bundesgesetzgeber ein generelles Verbot ausgesprochen.

Immer wieder Unfälle

Das Landratsamt hat erneut zur Vorsicht beim Umgang mit Feuerwerkskörpern aufgerufen: „Immer wieder kommt es beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Unfällen, von denen häufig umstehende Unbeteiligte oder Passanten betroffen sind.“

Mit Ausnahme einfacher Feuerwerk-Spielwaren darf pyrotechnisches Material ausschließlich an Personen, die älter als 18 Jahre sind, abgegeben oder verkauft werden. Verkaufszeit ist nach Angaben des Landratsamtes ausschließlich zwischen heute, Dienstag, und Donnerstag, 31. Dezember. Die Behörden werden das Einhalten der Vorschriften kontrollieren, erklärte ein Sprecher des Büros des Landrats.

Das Abbrennen von Feuerwerk und pyrotechnischem Material sei lediglich am Silvesterabend und am Neujahrstag gestattet. Eltern, so betont das Landratsamt, werden gebeten, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren davon abzuhalten, mit Feuerwerk oder pyrotechnischem Material zu hantieren.

Sehr gefährlich

Eindringlich appelliert das Landratsamt an die Bürger, auf das Aufsteigenlassen so genannter Sky- oder Himmelslaternen zu verzichten. Diese mit offener Flamme betriebenen Leuchtkörper seien nach Ansicht von Feuerwehrexperten zu gefährlich und könnten im ungünstigen Fall zu schweren Bränden führen.

Von Manfred Schaake

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.