Bedarf in den vergangenen Wochen angepasst

Nach Corona-Lockerungen: DRK braucht Blutspenden - Die nächsten Termine im Kreis 

wa1620 Blutspende 17.11.2016, Hamburg: Eine Mitarbeiterin entnimmt in Lütjensee bei Hamburg beim DRK-Blutspendedienst Nord-Ost einem Blutspender Blut. (zu dpa "DRK: Blutspenden sind weiterhin möglich") Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
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Das DRK braucht Blutspenden.

Die kürzlich erlassenen Lockerungen nach dem Corona-Shutdown sorgen für einen wieder ansteigenden Blutbedarf auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Die kürzlich erlassenen Lockerungen nach dem Corona-Shutdown sorgen für einen ansteigenden Blutbedarf im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: „Wir sind diese Woche an einer Schmerzgrenze angelangt und hatten Lagerbestände, die teilweise nur noch einen bis zwei Tage reichen. Der Wert müsste sich schnellstens verdoppeln“, sagt Eberhard Weck, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes für Baden-Württemberg und Hessen.

Prof. Dr. med. Erhard Seifried, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes, ist ebenfalls besorgt: „In den letzten Wochen haben die Kliniken ihre Blutdepots heruntergefahren und an den, wegen verschobener Operationen, geringeren Bedarf angepasst. Nun sind wir an einem ersten Wendepunkt angekommen. Die Aufhebung der einschränkenden Maßnahmen und die schnelle Aufnahme des Regelbetriebs in den Krankenhäusern führen aktuell zu einem sprunghaften Anstieg des Blutbedarfs.“ Grund für die Knappheit an Blutkonserven sei außerdem, dass wegen Corona viele Blutspende-Termine abgesagt werden mussten – zum Beispiel in großen Firmen, in denen viele im Homeoffice sind. Auch Spendetage an Universitäten mussten ausfallen. 

„In jedem Frühjahr sinkt zwar die Zahl der Blutspenden, doch in diesem Jahr führt die Coronapandemie zu einem besonders hohen Rückgang“, stellt auch Dr. Reiner Sitzler, Chefarzt der Anästhesieabteilung des Kreiskrankenhauses Rotenburg, fest. „Das Kreiskrankenhaus hat noch einen Blutvorrat für circa sieben bis zehn Tage im Haus. Dieser wird zweimal pro Woche aufgefüllt, sodass wir auch noch für Notfälle mit größerem Blutbedarf gerüstet sind. Zur Zeit ist es aber tatsächlich schwierig, unseren Vorrat immer so aufzufüllen, wie wir es gerne hätten. Im Notfall würden wir uns mit dem Herz- und Kreislaufzentrum gegenseitig aushelfen“, erklärt Dr. Reiner Sitzler.

Das Problem: Der Blutspendedienst kann von wichtigen Präparaten keinen Langzeitvorrat anlegen. „Beispielsweise Thrombozyten können nur vier Tage gelagert werden“, sagt Eberhard Weck. Deshalb könne den Kliniken momentan kaum noch das geliefert werden, was sie bestellt haben. Unsere Anfrage zur Lage am Klinikum Hersfeld-Rotenburg konnte bis zum Redaktionsschluss leider nicht beantwortet werden. Für Notfälle ist man laut Weck aber gerüstet, denn dann würden die Dienste aus anderen Bundesländern aushelfen.

Die nächsten Termine im Landkreis sind folgende:

- 29.05.20 Rotenburg, Bürgersaal, 16.00 bis 20 Uhr 

- 03.06.20 Niederjossa, Bürgerhaus, 15.45 bis 19.45 Uhr 

- 09.06.20 Bad Hersfeld, Waldhessenhalle, 15.45 bis 19.45 Uhr 

- 12.06.20 Weiterode, Ellis Saal, 15.45 bis 20 Uhr 

- 22.06.20 Philippsthal, Kreuzberghalle, 15.45 bis 19.45 Uhr 

- 25.06.20 Kirchheim, Bürgerhaus, 18 bis 21 Uhr 

- 29.06.20 Obersuhl, Bürgerhaus, 15.45 bis 19.45 Uhr 

Wichtig: Spender müssen sich online ihren Blutspendetermin buchen unter blutspende.de/blutspendetermine/

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