Hoffnung auf ausverkauften Vorstellungen

Breitenbach: Neues Theaterstück soll Klarteckst vor dem finanziellen Ruin retten

Die Schauspiel-Gruppe Klarteckst. Zu sehen sind von links Dr. Martin Jatho, Stefan Pistor, Ute Pistor, Brunhilde Höhler, Heinrich Nuhn, Lucie Hübner, Hiltrud Dippel-Kurz, Hermann Kurz und Matthias Akva.
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Die Klarteckstler Dr. Martin Jatho, Stefan Pistor, Ute Pistor, Brunhilde Höhler, Heinrich Nuhn, Lucie Hübner, Hiltrud Dippel-Kurz, Hermann Kurz und Matthias Akva (von links) freuen sich, ab Januar endlich wieder auftreten zu dürfen. Hoffentlich ausverkaufte Vorstellungen sollen die Breitenbacher Theatergruppe vor dem Ruin retten.

Der Kauf des Breitenbacher Hofs, Sanierungsarbeiten und die Corona-Pandemie bedrohen die Existenz der Schauspielgruppe Klarteckst. Ein neues Stück soll die Rettung sein.

Breitenbach/H. – „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, erklärt der Pressewart der Breitenbacher Theatergruppe Klarteckst, Stefan Pistor. „Wenn wir nicht spielen, können wir das Theater nicht halten.“ Das Problem: Die Gruppe hat in 2011 den Breitenbacher Hof gekauft – kaufen müssen. Zuvor hatten die Theatermacher den heruntergekommenen Saal der Gaststätte mit viel Eigenleistung und noch mehr Liebe zu einem schmucken Theater umgebaut und dort im Oktober 2006 erstmals gespielt.

2010 meldete der Breitenbacher Hof Insolvenz an. Damit waren sämtliche Verträge hinfällig und um ihre Spielstätte nicht zu verlieren, blieb nach schwierigen Überlegungen nur der Ankauf. Seitdem haben die Klarteckstler erneut mit viel Eigenleistung und mehreren 100 000 Euro nahezu das gesamte Anwesen saniert, angefangen mit einem neuen Dach, verschiedenen An- und Umbauten, Modernisierung der Gaststätte bis zur Errichtung neuer, behindertengerechter Toiletten und einer ansprechenden Außenanlage.

Und dann kam Corona und damit der Lockdown und die Spielsaison 2020/2021 fiel komplett aus. Auftritte durften nicht stattfinden. Somit kam auch kein Geld in die Theaterkasse, die monatlichen Raten aber wollen bezahlt werden.

Jetzt haben die Schauspieler mit den Proben für ein neues Stück begonnen und am Samstag, 29. Januar, 2022 soll auf der Hermannsbühne in der Hauptstraße 42 in Breitenbach am Herzberg die Premiere – diesmal ohne Sekt und Tanz – stattfinden. Insgesamt sind neun Aufführungen geplant – siehe Kasten.

„Trotz der finanziellen Misere haben wir die Eintrittspreise nicht erhöht“, sagt Pistor. So wird die Emporenkarte 15, der Platz im Saal 12 Euro kosten. Alle Veranstaltungen finden nach den 2G-Regeln statt. Damit finden rund 150 Gäste pro Aufführung Platz. „Wir hoffen natürlich auf ausverkaufte Vorstellungen“, erklärt Pistor, „und würden uns auch über Spenden freuen.“

Die kann man gerne vor Ort erbringen oder einzahlen auf das Konto; DE 19 5329 0000 0048 1161 16. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

„Mord, mörder, am mörderischsten“ heißt die Kriminalkomödie in zwei Akten von Anke Kemper. Darin planen die Freunde Jochen und Manfred gegenseitig ihre vermögenden Ehefrauen „um die Ecke zu bringen“, um bei einer Scheidung nicht leer auszugehen. Während der Tat des einen soll sich der jeweils andere ein wasserdichtes Alibi verschaffen.

Schon der erste Mordanschlag geht schief und durch einen Schlag auf den Kopf wird aus der resoluten Kunigunde eine liebende zärtliche Ehefrau. Zudem hat Jochen auf seiner „Alibitour“ eine neue Bekanntschaft gemacht, die dann unangemeldet auftaucht. Ein Kommissar, ein neugieriger Nachbar, eine Haushälterin und ein Chauffeur sorgen für zusätzliche Aufregung. Man darf gespannt sein.

Termine und Karten für „Mord, mörder, am mörderischsten“

Premiere ist am Samstag, 29. Januar 2022 um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen am Samstag, 5. Februar, Sonntag, 6. Februar, Samstag, 12. Februar, Sonntag, 13. Februar, Samstag, 26. Februar, Sonntag, 27. Februar, Samstag, 5. März, Sonntag, 6. März. Die Vorstellungen samstags beginnen jeweils um 20 Uhr, sonntags geht es um 16 Uhr los. Einlass ist jeweils eine Stunde vorher.

Ab sofort können Karten bestellt werden in der Burgapotheke Breitenbach, Hauptstraße 74, Breitenbach/Herzberg, 0 66 75/91 91 20 und bei Weiße Elfen, Uffhäuser Straße 8, Bad Hersfeld, 0 66 21/91 30 60. Vor den Nachmittagsvorstellungen wird Kaffee und Kuchen, abends Fingerfood angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit, in der Gaststätte „Kulisse“ Tische zu reservieren unter: 0 66 75/5 00 99 69. (Bernd Löwenberger)

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