Landeskirchen eröffnen Aktion in Martinskirche

Brot für die Welt: Auftakt in Hersfeld

Bad Hersfeld. Die Aktion Brot für die Welt wird für den Bereich der evangelischen Landeskirchen von Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau in Bad Hersfeld eröffnet. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 27. November, ab 14 Uhr in der Martinskirche statt.

Die Predigt hält an diesem Sonntag Bischof Dr. Martin Hein. Alle Interessierten sind zu diesem Gottesdienst eingeladen. Mit dabei sein werden unter anderem Konfirmanden, Mitglieder des Ensembles vom Mehrgenerationensingspiel, ein Obermeister der Bäckerinnung und Vertreter aus zwei Landeskirchen. An diesem Tag können die Kunstwerke der Konfirmanden in der Kirche besichtigt werden, die zur Brot-für-die-Welt-Aktion entstanden sind. Ebenfalls zu sehen ist die Ausstellung „Bloß weg von hier – Warum Menschen flüchten“ aus dem Zentrum Oekumene.

Brote gegen Spende

Nach dem Gottesdienst gibt es Kaffee, Kuchen, Herzhaftes und die Gelegenheit, die von den Konfirmanden am Sonntagmorgen zusammen mit dem Bad Hersfelder Bäcker Jäger gebackenen Brote gegen Spende zu erwerben. Zudem gibt es die Möglichkeit, fair gehandelte Waren zu erstehen.

Zum dritten Mal ist der Eröffnungsgottesdienst auch ein gemeinsamer Gottesdienst beider hessischer Landeskirchen. Unter dem Motto „Satt ist nicht genug“ stellt Brot für die Welt ein weiteres Mal das Thema Mangelernährung in den Mittelpunkt.

800 Millionen Hungernde

Die Anzahl der Hungernden beträgt etwa 800 Millionen, diese Zahl hat sich über die Jahre kaum verändert. Weniger bekannt, aber genauso schlimm ist das Problem der Mangelernährung, heißt es in einer Pressemitteilung. Daran leiden weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen. Diese Menschen erhalten zwar genügend Kalorien. Dennoch enthält ihre Nahrung zu wenig Vitamine und Mineralstoffe oder Eiweiß. Besonders gefährlich ist Mangelernährung für Kinder, die dadurch für ihr Leben gezeichnet werden. Häufig beginnt dies schon im Mutterleib. Jedes vierte Kind ist zu klein für sein Alter und Millionen werden jedes Jahr mit Hirnschäden geboren. Daher ist Mangelernährung ebenso wie Hunger ein großes Entwicklungshindernis.

Die Projektpartner von Brot für die Welt zeigen den Menschen nicht nur, wie man sich abwechslungsreich ernährt. Es gibt auch eine große Vielfalt an Saatgut für die Produktion von Lebensmitteln. Aber auch die Anleitung, wie sie bessere Produkte anbauen und mehr ernten können. So fördert Brot für die Welt den Erhalt und die Wiederbelebung traditioneller und nährstoffreicher Kulturpflanzen, wie zum Beispiel Sorghum. In trockenen Gegenden ist diese alte Kulturpflanze ideal, da sie dürreresistent ist. (red/sis)

Rubriklistenbild: © dpa

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