Am Montag beginnt Deutschlands ältestes Heimatfest

Bad Hersfeld: Bruder Lolls legt wieder los

Startschuss am Mittag: Pünktlich um 12 Uhr wird es heute wieder entzündet, das „Fierche“. Das Lullusfest im Jubiläumsjahr – Hersfeld ist 1275 Jahre alt – beginnt danach mit dem großen Festumzug. Unser Foto stammt aus dem vergangenen Jahr. Archivfoto: Marcus Janz/nh

Bad Hersfeld. Am Montag beginnt wieder das achttägige Lullusfest in Bad Hersfeld, das älteste Heimatfest Deutschlands. Unter dem stimmungsvollen Schlachtruf „Enner, zwoon, dräi – Bruder Lolls“ wird um 12 Uhr pünktlich mit dem Glockenschlag das Lullusfeuer – kurz „Fierche“ genannt – angezündet.

Unter dem stimmungsvollen Schlachtruf „Enner, zwoon, dräi – Bruder Lolls“ wird um 12 Uhr pünktlich mit dem Glockenschlag das Lullusfeuer – kurz „Fierche“ genannt – angezündet. In diesem Jahr ist dies erstmals die Aufgabe des neuen Bürgermeisters Thomas Fehling. Das Lullusfest erinnert an den Stadtgründer, den Mainzer Erzbischof Lull, der 710 bis 786 lebte.

Fackelwurf und Festzug

Höhepunkt am Montag ist der zeitgleich zum Fackelwurf startende Festzug. Er steht in diesem Jubiläumsjahr unter dem Motto „1275 Jahre – junges Hersfeld“. Feste Programmpunkte sind auch der Lulluskrammarkt mit 130 Verkaufsständen am Mittwoch, 12. Oktober, und der verkaufsoffene Lollssonntag am 16. Oktober.

Neben dem täglichen Treiben auf dem Festplatz, der mit vielen Karussells und Kulinarischem lockt, gibt es zudem ein großes Rahmenprogramm. Beim Lollsfestival am Donnerstag, 13. Oktober, präsentiert ab 15.30 Uhr „Hakuna Matata“ musikalischen Mitmach-Spaß auf dem Linggplatz. Ab 20.15 Uhr wird dort Guildo Horn mit seiner Band „Die Orthopädischen Strümpfe“ für mächtig viel Spaß und Stimmung sorgen. Am Wochenende spielt zudem eine über 80 Jahre alte Karussellorgel der renommierten Münchner Schaustellerfamilie Distel am Eingangsportal des Marktplatzes.

Am Sonntagabend um 19 Uhr tritt dann Feuermeister Udo Roßbach an, um von den Stadtpolitikern das „Fierche“ wieder löschen zu lassen. Um 21 Uhr wird ein musikalisch begleitetes Feuerwerk vom Kirchturm der nahen Stadtkirche abgeschossen.

Mächtig kalt, aber sehr sonnig beschienen hatte am Sonntag der Lolls mit dem Lollslauf begonnen. Am Abend hielt Pröpstin Sabine Kropf-Brandau die traditionelle Ansprache am Vorabend des Lollsmontags in der Stiftsruine. „Mit dem Lollsfest werden wir alle wieder ein bisschen zu Kindern“, sagte die Pröpstin, die das Lullusfest selbst seit Kindertagen kennt und die es auch als Erwachsene immer wieder im Oktober nach Bad Hersfeld gezogen hatte.

Faszination für die Besucher

In ihrer Rede versuchte sie die Faszination zu erklären, die das älteste Heimatfest Deutschlands Jahr für Jahr auf seine Besucher ausübt.

Traditionsgemäß hatte der Abend mit einem Schausteller-Gottesdienst auf der Autoskooter-Anlage des Lollsrummels und einem Fackel- und Lampionzug durch die Altstadtstraßen und über den Linggplatz zur Stiftsruine begonnen.

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