3,2 Millionen Euro will die Gemeinde 2021 investieren

Erst investieren, dann profitieren: Bürgermeister Glänzer stellte Neuensteiner Haushalt vor

Das Bild zeigt die Baustelle in Obergeis, wo eine Senioreneinrichtung entsteht.
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Erst muss man investieren, dann kann man profitieren: In Obergeis geht es jetzt mit Riesenschritten voran mit dem Bau der Senioreneinrichtung. Dort entstehen nicht nur Betreuungsplätze für ältere Menschen, sondern auch Arbeitsstellen und ein vielfältiger Bedarf an Dingen des täglichen Lebens.

3,2 Millionen Euro will die Gemeinde Neuenstein im kommenden Jahr investieren, und zwar, ohne neue Schulden aufzunehmen. So ist es im Haushaltsplan für 2021 vorgesehen.

Neuenstein - Den Haushaltsplan stellte Bürgermeister Walter Glänzer am Donnerstagabend dem Gemeindeparlament vor .„Wir leisten uns nur das, was wir heute auch bezahlen können“, diesem Grundsatz wolle die Gemeinde weiter treu bleiben, machte Glänzer deutlich. Dabei kann er aber auf Fördermittel von Bund und Land bauen, zum Beispiel für die Dorferneuerung.

Zwar beginnt die Moderationsphase erst Anfang 2021 und soll bis zum Oktober dauern, doch sei es möglich, einzelne Projekte der öffentlichen Hand auch vorzuziehen, erklärte Glänzer. Das wäre dann zum Beispiel die Sanierung der Alten Schule am Kirchplatz in Raboldshausen (300 000 Euro).

Viel Geld ist zudem in den kommenden Jahren für den Brandschutz vorgesehen. 600 000 Euro stehen für den Umbau des Feuerwehrhauses in Raboldshausen im Plan. Es soll zu einem zentralen Stützpunkt ausgebaut werden. Umgebaut werden soll auch in Untergeis (35 000 Euro). Zudem steht die Anschaffung zweier neuer Fahrzeuge an (insgesamt 185 000 Euro).

Für den Bau einer Kinderkrippe in Untergeis sind 350 000 Euro vorgesehen. Hier hofft Glänzer noch auf Unterstützung durch den Kreis, auch wenn er betont: „Wir brauchen die Krippe, so oder so.“

Kräftig investieren wird die Gemeinde in die Erschließung des neuen Baugebiets „Feldwiese II“ in Obergeis. Mehr als eine Million Euro steht für Wasser- und Kanalleitungen sowie den Straßenbau im Plan. Im März 2021 soll es losgehen, damit ab Juni die ersten Häuser gebaut werden können. Neun der 24 Bauplätze sind bereits fest zugesagt, sodass dann auch wieder Geld in die Kasse der Gemeinde kommt. Erst recht, wenn dort Menschen wohnen, die Steuern zahlen.

Weil nicht nur die Investitionen in Neuenstein seit Jahren auf konstant hohem Niveau sind, sondern unter anderem mit der Dorfentwicklung viel zusätzliche Arbeit auf die Verwaltung zukommt, will der Bürgermeister eine neue Stelle in der Verwaltung schaffen. Neue Stellen sind auch im Bereich Kindergärten geplant. Damit will Glänzer den Standard, der durch das „Gute Kita-Gesetz“ ab 2022 vorgeschrieben ist, schon im kommenden Jahr erreichen.

Insgesamt ist der Ergebnishaushalt im ordentlichen Ergebnis mit einem Gesamtvolumen von 7,62 Millionen Euro geplant.

An Einnahmen erwartet die Gemeinde unter anderem 2,1 Millionen Euro an Gewerbesteuer, 1,39 Millionen Euro an Einkommenssteuer, 350 000 Euro an Umsatzsteuer und 290 000 Euro an Grundsteuer B. Die Schlüsselzuweisungen des Landes Hessen sind in Höhe von 310 000 Euro eingeplant.

Zahlen muss Neuenstein 1,5 Millionen Euro als Kreisumlage und 700 000 Euro als Schulumlage sowie 195 000 Euro als Gewerbesteuerunlage und 120 000 Euro als Heimatumlage.

Die Schulden sollen weiter abgebaut werden und zum Jahresende bei 4,2 Millionen Euro liegen. Neue Kredite sind nicht geplant. Die Investitionsvorhaben werden über Zuschüsse und aus den Rücklagen finanziert.

Der Haushalt wird nun in den Ausschüssen beraten und Anfang 2021 diskutiert und beschlossen. (Christine Zacharias)

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