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Bürgermeisterwahl in Kirchheim: Manfred Koch (SPD) strebt fünfte Amtszeit an

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Von: Christine Zacharias

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Manfred Koch (60, SPD) ist seit 1998 Bürgermeister in Kirchheim und strebt nun seine fünfte Amtszeit an.
Manfred Koch (60, SPD) ist seit 1998 Bürgermeister in Kirchheim und strebt nun seine fünfte Amtszeit an. © Christine Zacharias

In der Autobahngemeinde Kirchheim wird am 15. Mai der Bürgermeister neu gewählt. Manfred Koch kandidiert erneut. Er möchte seine Gemeinde für junge Familien noch lebenswerter gestalten.

Kirchheim – Mit einer Amtszeit von 24 Jahren ist Manfred Koch der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Und er hat noch nicht genug.

Wenn es nach ihm geht, will er gerne weitere sechs Jahre drauf setzen und die nächsten wichtigen Projekte in der Gemeinde Kirchheim begleiten. 60 Jahre, so meint Koch, sei schließlich noch kein Alter für den Ruhestand. Ermutigt hat ihn zudem, dass sich bei der jüngsten Kommunalwahl so viele junge Leute zur Mitarbeit bereit erklärt haben.

Manfred Koch ist mit Herz und Seele Kirchheimer. Er wurde hier geboren, ist in der Gemeinde aufgewachsen und lebt in Heddersdorf. Er kennt die Menschen und ist gerne unter Leuten. Wenn er beim Einkaufen oder auf der Kirmes angesprochen wird, findet er das nicht lästig, sondern empfindet es als positiv und als Ausdruck des Vertrauens.

Gerne unter Menschen sein – das ist für ihn auch eine wichtige Eigenschaft, die ein Bürgermeister haben sollte. Ruhe und Gelassenheit seien ebenfalls wichtig, vor allem, wenn Bürger ihn aufgebracht mit Vorwürfen konfrontieren. Immer wieder hat Koch festgestellt, dass es hilft, den Menschen ganz genau zu erklären, warum etwas so und nicht anders läuft, vor allem wenn es um das Geld der Bürger geht.

Zu seiner Erfolgsbilanz zählt er einige Neuansiedlungen

Koch ist froh, dass es in Kirchheim eine Straßenbeitragssatzung gibt, die die Anlieger mit maximal 30 Prozent an den Baukosten beteiligt. Da seien nur in Einzelfällen höhere Summen zusammengekommen und damit Konfliktpotenzial entstanden. In den vergangenen Jahren seien in Kirchheim mehr als zehn Kilometer Straßen erneuert und Kanäle saniert worden, berichtet Koch.

Zu seiner Erfolgsbilanz zählt er eine Reihe von Ansiedlungen, sowohl beim Einzelhandel mit Aldi, Trigema, Lloyd und Puma als auch größere Unternehmen, die sich zum Beispiel im Gewerbegebiet Friedrichsfeld oder „Im Rod“ niedergelassen haben. Zudem hätten bereits ansässige Unternehmen ihre Standorte sichern und ausbauen können, sodass in Kirchheim eine Fülle qualifizierter Arbeits- und Ausbildungsplätze vorhanden sei.

Seinen Schwerpunkt sieht Koch deshalb in den kommenden Jahren nicht unbedingt in Neuansiedlungen – auch da gebe es bereits Verhandlungen, auch wenn die Regionalplanung hier oft blockiere und nicht erkenne, dass Kirchheim als Autobahngemeinde anders zu bewerten sei, als eine Kommune ohne zusätzliche Gäste und Kunden von der Autobahn – sondern darin, die Gemeinde als Wohn- und Lebensumfeld für junge Familien attraktiv zu machen.

Koch nimmt auch die Senioren in den Blick

Dazu gehört die Ausweisung von Neubaugebieten ebenso wie der geplante Neubau einer Kindertagesstätte in der Ortsmitte. Koch kann sich vorstellen, gemeinsam mit Investoren weiteren Wohnraum im Ortskern zu schaffen, und verliert auch die Freizeitangebote nicht aus dem Blick.

Das Tierparkgelände mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für Familien und Senioren, die Spielplätze in allen Ortsteilen und natürlich das Freibad gehören dazu, auch wenn zurzeit Lieferprobleme manches Projekt verzögern. Neben den jungen Familien hat Koch auch die Senioren im Blick, hier sollen altersgerechte Wohnungen geschaffen werden.

Ein Projekt, das den Bürgermeister schon fast seine ganze Amtszeit begleitet, ist der Lärmschutz an der Autobahn, der jetzt im Zuge des Umbaus des Kirchheimer Dreiecks realisiert wird.

Mit besonderen Herausforderungen sei in Kirchheim auch die Freiwillige Feuerwehr konfrontiert, ist sich Koch bewusst. Auch hier stehe demnächst ein größeres Projekt an. Auch das Gelände des ehemaligen Jagdhofes und des Sportzentrums soll – mit Bedacht – neu entwickelt werden.

Zur Person

Manfred Koch wurde vor 60 Jahren in Kirchheim geboren und ist dort aufgewachsen. Er absolvierte zunächst eine Ausbildung bei der Post und war anschließend auf verschiedenen Dienststellen tätig. 1998 wurde Koch, der vorher bereits kommunalpolitisch aktiv war, unter anderem als Ortsvorsteher in Heddersdorf, erstmals zum Bürgermeister gewählt. Seit 1987 ist Koch mit seiner Frau Doris verheiratet. Das Paar hat eine Tochter und eine Enkelin. In seiner Freizeit ist Manfred Koch gerne in seinem Garten aktiv, er macht gerne E-Bike-Touren und schätzt gute Bücher.

(Christine Zacharias)

Hier geht‘s zum Artikel über den CDU-Kandidaten Axel Schmidt.

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