1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

CDU und SPD widersprechen Aussagen von Alheims Bürgermeister

Erstellt:

Von: Daniel Göbel

Kommentare

Auf dem Wieselplatz in Niedergude: Jochen Schmidt (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Alheim.
Auf dem Wieselplatz in Niedergude: Jochen Schmidt (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Alheim. © Carolin Eberth

In einer gemeinsamen Pressemitteilung nehmen SPD und CDU in Alheim Aussagen aus dem Interview mit Bürgermeister Jochen Schmidt erstaunt zur Kenntnis. Sie sehen demnach Fakten nicht richtig dargestellt.

Alheim – Im Interview sagt Schmidt: „Der Erste Beigeordnete musste lediglich am Wochenende der 50-Jahr-Feier von der Gemeinde Alheim durch einen weiteren Beigeordneten des Gemeindevorstands vertreten werden.“ In der Pressemitteilung schreiben CDU und SPD: „Zu den festen Terminen eines Bürgermeisters gehören auch runde Geburtstage, Goldene Hochzeiten sowie Jahreshaupt- und Dienstversammlungen. Da es sich bei der Tätigkeit eines Ersten Beigeordneten um ein Ehrenamt handelt, wurde Dr. Andreas Brethauer (SPD) auch bezogen auf die reine krankheitsbedingte Abwesenheit des Bürgermeisters von mehr als sieben Wochen an weit mehr Terminen durch weitere Beigeordnete, beispielsweise durch Uwe Glöckner (CDU) vertreten. Unter Berücksichtigung einer urlaubsbedingten Abwesenheit summierte sich die Vertretungszeit auf zehn ununterbrochene Wochen.“

Projekte

Im Interview erklärte der Bürgermeister: „Großprojekte wie die Neugestaltung der B83 stehen in Alheim an. Es ist sinnvoll, das vorhandene Nahwärmenetz auszubauen und auf den gesamten Ortsteil zu erweitern. Vorausgesetzt, dass genügend Haushalte und Betriebe bereit sind, sich anzuschließen. Und die Gemeindevertretung trifft anschließend zügig die notwendigen Entscheidungen. Das hat in der Vergangenheit leider nicht immer wirklich gut geklappt.“ CDU und SPD werten auch dies als Affront: „Gemeindevertreter sind ehrenamtlich tätig und keine Fachpolitiker. Ihre Entscheidungen haben sie daher mehr denn je sorgfältig abzuwägen. Dazu sind sie auf sorgfältig vorbereitete Vorlagen und rechtzeitig zur Verfügung gestellte Hintergrundinformationen angewiesen. Dies ist seit eineinhalb Jahren immer seltener der Fall. „Keine der im Rückblick auf die letzten eineinhalb Jahre aufgeführten Errungenschaften der Gemeinde Alheim entstand durch aktive Beteiligung des Bürgermeisters. Alle genannten Projekte wurden von Dritten initiiert, zum Teil bereits lange vor Beginn der Amtszeit des Bürgermeisters“, heißt es in der Pressemitteilung. Kein Beigeordneter habe bis dato einen persönlichen Dank für die Vertretungseinsätze erhalten.

Kommunikation

Weiter sagt Schmidt in dem Interview: „Es war möglich, mich jederzeit zu kontaktieren. Ich wurde regelmäßig informiert, bei Unklarheiten vor Ort wurden die Dinge telefonisch besprochen. Von daher: Alles gut: Der Gemeindebetrieb ist weitergelaufen.“ Auch daran stören sich SPD und CDU in der gemeinsamen Pressemitteilung: „Bestandteil des Gemeindebetriebs ist auch ein Austausch mit Beigeordneten aus dem Gemeindevorstand. Insbesondere für den Ersten Beigeordneten war der Bürgermeister in seiner Abwesenheit generell nicht zu erreichen“, schreiben die beiden Fraktionsvorsitzenden Jörg Freitag (SPD) und Dieter Schönborn (CDU).

Auch interessant

Kommentare