MER will sanieren

Rotenburg: Chance für Haus am Marktplatz

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Baufälliger Schandfleck: Die Sicherung des früheren Feltzschen Hauses ist laut Gutachten nicht mehr ausreichend und müsste erneuert werden – Anlass für den Magistratsantrag.

Rotenburg. Das Haus Marktplatz 3 in Rotenburg soll für einen symbolischen Euro von der Stadt an die neue Stadtmarketinggesellschaft MER verkauft und anschließend saniert werden.

Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag stellt der Magistrat in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung.

Das Gebäude ist kürzlich von einem Ingenieurbüro untersucht worden - mit fatalem Ergebnis: Die Notsicherung an der Fassade zum Marktplatz hin ist pilzbefallen und kann die Fachwerkkonstruktion im Bereich der beschädigten Deckenbalken kaum noch abstützen. Die beschädigten Bauteile müssten ausgetauscht und weitere Sicherungen ergriffen werden. Etwa 300.000 Euro soll allein die Sicherung des Fachwerkhauses kosten.

Bürgermeister Christian Grunwald hat deshalb dem Magistrat vorgeschlagen, das Haus mithilfe der MER umfassend zu sanieren und anschließend durch Eigennutzung und Vermietung von Räumen refinanzieren zu lassen. Aus dem städtischen Haushalt wäre dies nicht zu finanzieren, erklärte Grunwald. Denn dadurch würde die Nettoneuverschuldung wieder steigen, was von der Aufsichtsbehörde nicht genehmigt würde. Die Stadt könnte allerdings für den dazu nötigen Kredit bürgen, den die MER aufnehmen müsste.

Folgen die Stadtverordneten diesem Vorschlag nicht, müssten die 300.000 Euro für die neue Notsicherung noch in den Haushaltsplanentwurf 2017 aufgenommen werden. Weil der in Arbeit ist, drängt die Zeit - daher der Dringlichkeitsantrag zur Sitzung am Donnerstag, 15. Dezember.

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