Musik von der Insel

Folk-Abend in Cornberg: Die Band Fleadh brachte irisches Flair ins Kloster

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Vermittelte dem Publikum eine Dynamik, die zum Mitmachen einlud: Marcus Eichenlaub an der Geige. 

Cornberg. Irische Musik spiegelt unbestritten einen großen Teil des irischen Lebensgefühls wieder. Mit der Band Fleadh (gesprochen: Flaa) hat nun der Kulturverein Kloster Cornberg ein Musterbeispiel für Irish Folk in das schöne Kloster geholt.

Das Ambiente war – wie immer – perfekt. Neben der tollen Beleuchtung sorgten auch Guinness und irischer Whisky für eine tolle Atmosphäre. Gemütlich saß das Publikum an den Tischen und genoss einen stimmungsvollen, irischen Abend. Übersetzt vom Gälischen ins Deutsche bedeutet „Fleadh“ so viel wie „Fest“. Bei solch einer Session musizieren und feiern verschiedene Nationen gemeinsam in ausgelassener Stimmung. Lockerheit und Ungezwungenheit sind es, die ein „Fleadh“ ausmachen. Deswegen ist es auch so beliebt auf der grünen Insel. Diesen Bogen spannt die Band auch sehr gut und wird ihrem Namen gerecht.

Zwischen Pop und Irish Folk

Analog besteht sie zudem auch aus irischen und deutschen Musikern. Herzlich, locker und charmant bewegen sie sich genauso sicher im traditionellen Irish Folk, wie im Metier der Singer-Songwriter, das sich eher in modernerem Pop versteht. Die fünf Musiker traten sowohl mit Coverstücken auf, als auch mit Eigenkompositionen aus ihrem neuen Album „The Peacock´s Feather“. Thematisch behandeln sie in ihrem neuen Album sowohl die jüngere als auch die ältere irische Geschichte. Neben politischen und sozialen Themen, wie die durch Banken verursachte Rezession oder Mobbing, wie im Song „Kick me“, wandte sich Frontmann und Singer-Songwriter Saoirse Mhór (gesprochen: Siersche Mor) auch autobiografischen Songs zu.

Im Stück „John B Whistlin“ erzählt die Band, untermalt von dynamischen und ausdrucksstarken Klängen, die Geschichte von einem klassischen Lebemann. Rauchend, trinkend und umherziehend, ist das Alter Ego von Saoirse Mhór dem monogamen Lebensstil nicht sonderlich zugetan: „Meine Frau mag den Song nicht“, scherzt der Liedsänger entsprechend über diese Art der Lebenseinstellung.

Neben Frontmann Mhór brillierte auch Marcus Eichenlaub. Mit seiner Geige übermittelte er dem Publikum eine Dynamik, die zum Mitmachen einlud. Leider wurde diese Einladung nicht immer angenommen.

Ihr zweiter Auftritt im Kloster Cornberg war dennoch ein voller Erfolg und die Musiker sorgten für genau den Hauch Irlands, den man sich bei solch einem irischen Abend wünscht. Bleibt nur zu hoffen, dass das nicht der letzte Auftritt der charmanten Männer im Kloster war. 

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