Reise in die Vergangenheit

Cornberger Mittelaltermarkt lockte mit vielen Attraktionen

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Falkner Jochen Rösners (links) ganzer Stolz: Uhu „Titus“ macht sich bereit, um in die Lüfte aufzusteigen. Bestaunt werden Falkner sowie Eule von den zahlreichen Besuchern des Cornberger Mittelaltermarkts. 

Cornberg. Wie schon die Jahre zuvor, lockte auch dieses Mal der Mittelaltermarkt im Cornberger Steinbruch zahlreiche Fans an. 

Bei bestem Wetter gab es für die Besucher viel zu entdecken.

Einfach nur toll, was die neuen Macher des Cornberger Mittelaltermarkts um Frank König auf die Beine gestellt haben. Und wie schön, dass blauer Himmel mit Schäfchenwölkchen das Ganze auf das Vortrefflichste untermalt hat.

„Seyet gegrüßet!“, heißt es gleich am Eingang des rund um den Cornberger Steinbruch aufgebauten Zeltgeländes auf einem großen Banner. Familien, ja ganze Interessengemeinschaften sind gekommen, um sich eine Auszeit zu nehmen und vom zahlreich vorbeischauenden Publikum bestaunen zu lassen.

Mittelalterliche Leckereien

Die „Groner Kriegsknappen“ aus der Nähe von Göttingen etwa bereiten mit gewolftem Fleisch, Schmorkohl, Zwiebeln und Gewürzen in einem über richtigem Feuer schwingenden Kessel Kohlsuppe zu. Einer der dazugehörigen „Spät-Wickies“ ist der 14-jährige Sebastian Henne. Vater Stefan, der im richtigen Leben in Uslar Bier braut, ist schuld daran, dass der mit leichtem Kopfschutz bekleidete Achtklässler sein ganzes junges Leben lang auf Mittelaltermärkten unterwegs ist.

„Es macht wahnsinnigen Spaß abzutauchen und abzuschalten, man trifft immer wieder Bekannte, mit denen man sich, weil jeder die gleichen Interessen hat, gut versteht - und natürlich bleibt das Smartphone aus!“, erzählt Sebastian.

Ganz in der Nähe steht Karl vom Schlüsselberg, der eigentlich Karl-Heinz Weidner heißt. Er ist mit 16 weiteren Mitgliedern der Gruppe „Custor Casteli“ und einigen Kindern aus der Gegend von Hammelburg ins Waldhessische gekommen. Alle schätzen die einzigartige Kulisse und die familiäre Atmosphäre, wie Benjamin Wiesler, von Beruf Software-Architekt, betont. Er betätigt sich als Lautenrestaurator und lässt jeden Besucher seine in einem kleinen Stand aufgebauten Instrumente anfassen.

Zum Austrinken sind die Met-, Honiglikör- und Whiskeylikörflaschen gedacht, die die Marburger Lovis Rhiana und Aengus vom schottischen Clan MacLeod verkaufen. Anke Haller aus der Priegnitz bietet Knochenschmuck an und Johanna Klapper aus Roda selbst geschmiedete Messer.

Bei einer Schmiede für Kinder kann man die alte Handwerkskunst „live“ erleben, und beim Stand der „Gruppe Rockensuze 1274“ erfährt man, dass Strümpfe auch mit Nadeln gebunden werden. Überall gibt es Leckereien, Ute Rabe erzählt Märchen und wer will, kann sich im Bogenschießen üben oder den Greifvögeln von Falkner Jochen Rösner aus Würzburg hinterherschauen. Sie sind die absolute Attraktion eines absolut gelungenen Mittelaltermarkts.

Von Wilfried Apel

Mittelaltermarkt im Steinbruch Cornberg

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