Das Planungsbüro KMO informierte auf einer Bürgerversammlung

Schluss mit Schlaglöchern: Bahnhofstraße in Cornberg wird erneuert

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Ein einziger Flickenteppich: Auf der geraden Strecke der Bahnhofstraße in Cornberg, zwischen Am Sand und Am Gendarmenmarkt, ist die Fahrbahn voll von Schlaglöchern. Nach Ostern soll nun mit der Straßensanierung begonnen werden. In diesem Zuge wird auch die Kanal- und Wasserleitung erneuert.

Cornberg. Was lange währt, wird endlich gut: Das gilt auch für die Bahnhofstraße in Cornberg. Nach Ostern soll mit der Sanierung der maroden Straßen begonnen werden. Gleichzeitig werden auch die Wasserleitung und der Kanal erneuert.

Bei einer Bürgerversammlung informierten jetzt Stefan Morgenthal vom Planungsbüro KMO und Armin Hast von Energienetz Mitte die Anlieger über den Ablauf und die Kosten.

Die Straße

Saniert wird in drei Bauabschnitten. Der erste Abschnitt befindet sich in Höhe der B 27-Abfahrt. Damit sich kein Rückstau auf der Bundesstraße bildet, wird dieser Bauabschnitt halbseitig erfolgen. Der zweite Bauabschnitt geht bis zum Abzweig zur Stichstraße. Da die Straße in dem Bereich eine Breite von sechs Metern hat und für eine halbseitige Sperrung eine Mindestbreite von etwas mehr als acht Metern benötigt wird, wird der zweite Bauabschnitt für den Verkehr voll gesperrt.

Anlieger gelangen in dieser Zeit über die Straße Im Tälchen und dann über die Gehwege zu ihren Grundstücken. Die Gehwege bleiben von der Baufirma weitestgehend unberührt, da sie noch in einem guten Zustand sind. Der dritte Abschnitt zieht sich von der Stichstraße bis zur Straße Am Sand. Gegen Ende wird die gesamte Strecke für etwa drei Tage für das Aufbringen der Tragschicht gesperrt.

Die Bauzeit 

Das zuständige Planungsbüro KMO Ingenieure rechnet mit einer Bauzeit bis Juli dieses Jahres. Der Zeitraum sei bewusst knapp bemessen, um die dortigen Bewohner sowie die beiden Unternehmen, die an der Bahnhofstraße liegen, nicht zu lange zu belasten. Außerdem sei Eile geboten, da es vom Land Hessen eine Förderung für die Sanierung der Wasser- und Kanalleitung gibt, die jedoch zum Ende des Jahres auslaufe. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt eine Firma aus Wehretal im Werra-Meißner-Kreis, die auch schon in Königswald die Straßenbauarbeiten übernommen hat.

Die Leitungen 

Zusammen mit der Straßenerneuerung werden auch die Wasser- und Abwasserleitungen saniert. Besonders der Kanal wies bei der Durchsicht viele Schäden auf. Es zeigten sich Risse in den Rohren, Wurzeleinwüchse, kaum noch vorhandene Abdichtungen sowie lose Muffen. Letzteres führt dazu, dass Abwasser in die Erde sickern kann. Diesen schadhaften Kanal zu erneuern, lohne nicht mehr, so die zuständigen Ingenieure. Daher wird er zugeschüttet und ein neuer Kanal etwa 1,5 Meter daneben gebaut. Da die Wasserleitung dort ebenfalls Schäden aufweist, wird auch sie erneuert.

Die Kosten 

Insgesamt rechnen die Planer mit etwa 350 000 Euro für das Bauvorhaben. Die Hälfte davon macht die Wasserleitung- und Kanalerneuerung aus. Diese Kosten werden von Energienetz Mitte übernommen und in Form von Gebühren an die Kunden weitergegeben. Den Rest müssen die Gemeinde Cornberg und die Anlieger anteilig übernehmen. Wie viel jeder dabei aufwenden muss, wird in den nächsten Wochen berechnet.

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