Kommunen stellen Förderantrag

Radweg von Cornberg nach Sontra-Berneburg soll erneuert werden

Wenn der Berneburger Bernhard Walter auf dem Glückauf-Radweg den Berg runterfährt, muss er derzeit noch aufpassen. Wenn das von Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt und Cornbergs Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras beantragte Fördergeld bewilligt wird, geht das Ganze in etwa zwei Jahren bequemer.
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Wenn der Berneburger Bernhard Walter auf dem Glückauf-Radweg den Berg runterfährt, muss er derzeit noch aufpassen. Wenn das von Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt und Cornbergs Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras beantragte Fördergeld bewilligt wird, geht das Ganze in etwa zwei Jahren bequemer.

Den Radweg von Cornberg nach Berneburg zu fahren, ist alles andere als eine attraktive Tour. Zum Teil muss man groben Schotter meistern. Das soll grundlegend anders werden.

Cornberg/Berneburg – Verflixte sieben Jahre lang waren die Rathauschefs von Cornberg und Sontra ratlos, wie sie Radfahrern, die von Cornberg nach Berneburg und in entgegengesetzter Richtung unterwegs sind, sichereres und vor allen Dingen angenehmeres Radfahren abseits der B 27 ermöglichen können. Im achten Jahr zeichnet sich nun endlich ab, dass der bereits bestehende, aber alles andere als gut befahrbare Radweg grundhaft erneuert wird.

2100 Meter lang

Das muss er auch auf einem etwa 2100 Meter langen Abschnitt von der Berneburger Straße (L 3249) in Berneburg bis zur Hauptstraße (K 52) in Cornberg, der an vielen Stellen Feldwegcharakter hat. Der Abschnitt ist zwar Teil des von Sontra über Berneburg, Cornberg, Dens, Solz, Nentershausen und Weißenhasel wieder zurück nach Sontra führenden Glückauf-Radweges. Nichtsdestotrotz ist er auf den ersten Blick erkennbar herrichtungsbedürftig.

Förderung großzügiger

„Der Weg hat oft einen schlechten Unterbau, und noch öfter fährt man über groben Schotter“, erläuterten Cornbergs Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras und Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt bei einem Ortstermin, bei dem sie mit Freude auf den jetzt an Hessen Mobil gerichteten Förderantrag verwiesen. Der kann gestellt werden, weil die Förderbestimmungen großzügiger gestaltet worden sind und weil es die finanzielle Situation der Gemeinde Cornberg nach Jahren der Haushaltskonsolidierung – vorbehaltlich der Zustimmung der beteiligten Gemeindegremien – inzwischen zulässt.

Ausbau kostest 700.000 Euro

Die Gesamtkosten des interkommunal vorangetriebenen Vorhabens, bei dem je nach Ausbauzustand die Deckschicht des Weges erneuert, soweit erforderlich aber auch die Tragschicht erneuert und die Deckschicht neu gebaut wird, und bei dem Sontra den Planungs- und Durchführungs-Hut aufhat, belaufen sich auf rund 700 000 Euro. Erwartet wird eine 75-Prozent-Förderung des Landes. Da rund 800 Meter Radweg auf Cornberger und rund 1300 Meter auf Sontraer Gebiet verlaufen, teilen sich die beiden Gebietskörperschaften die restlichen 25 Prozent im Verhältnis ihrer Weganteile.

Gute Verbindung über Kreisgrenze

Geplant ist der Ausbau des als R 14 zum Rad-Hauptnetz Hessen gehörenden Weges als kombinierter Rad- und Wirtschaftsweg mit einer Breite von drei Metern Asphaltdecke plus jeweils 75 Zentimeter Schotterrandstreifen, sodass im Begegnungsverkehr eine Breite von 4,50 Metern zur Verfügung steht. „Damit haben wir dann endlich und erstmals eine gute Verbindung über die Kreisgrenze hinweg“, freuen sich die beiden Rathauschefs, die sowohl die touristische Bedeutung der Baumaßnahme, die im Herbst 2022 beginnen und im Sommer 2023 abgeschlossen sein soll, betonen als auch den Mehrwert für die Region und etwa die Cornberger Schulkinder, die bald bequem per Rad nach Sontra zur Schule oder ins Schwimmbad fahren können. (Wilfried Apel)

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