Einkaufs - und Wegedienste

Coronakrise: In Wildeck stehen viele Helfer bereit

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In Bosserode erhalten alle Helfer einen Ausweis: Das ist mit dem Gemeindevorstand abgestimmt.

In der Coronakrise übt man in Wildeck den Schulterschluss: In den Ortsteilen gibt es reichlich freiwillige Helfer, die besonders Hilfsbedürftige unterstützen wollen.

Für Edith Brill aus Bosserode war es keine Frage. Natürlich macht sie angesichts der Corona-Krise mit bei der Initiative für hilfsbedürftige Einwohner im Ort. Sie musste ihren Friseursalon schließen und steht jetzt bereit als einer von zwei Ansprechpartnern für hilfsbedürftige Bosseröder. Ortsvorsteher Armin Körzell hatte sie mit ins Boot geholt. „Noch gab es keine Hilfe-Anfragen. Aber wir gehen davon aus, dass sich das ändern wird“, betont Edith Brill.

Die ganze Gemeinde Wildeck steht in der Krise zusammen. In einigen Ortsteilen gibt es Helfer-Initiativen, in andern stehen Nachbarn und Verwandte bereit.

Der Ortsbeirat Bosserode hat gemeinsam mit der Bosseröder Vereinsgemeinschaft (VG) eine Initiative für hilfsbedürftige Einwohner ins Leben gerufen – das Corona-Pandemie-Hilfswerk „Osterei“. Das berichtet Ortsvorsteher Körzell. „Wir wollen die sogenannten Risikogruppen im Ort in der Corona-Krise unterstützen – insbesondere bei Einkäufen“, erläutert Körzell. Informationsblätter zu der Initiative und dem Corona-Virus wurden im ganzen Ort verteilt.

Bislang haben sich schon 29 Bürger gemeldet, die ehrenamtlich als Helfer bei der Initiative mitmachen wollen. „Ich war überrascht und zugleich überwältigt von dieser Hilfsbereitschaft im Ort“, betont Körzell. „Dass bislang noch keine Anfragen kamen, zeigt, dass die Hilfe durch Nachbarn und Verwandte gut funktioniert und noch ausreicht.“

„Die erste Anfrage, eine Initiative zu gründen, kam aus Hönebach“, berichtet Bürgermeister Alexander Wirth. „Seitens der Gemeinde können wir das aber nicht leisten. Deshalb haben wir den Ortsbeirat gebeten, das zu organisieren“, sagt Wirth.

Der Ortsbeirat Hönebach hatte die Informationsblätter entworfen und im Ort verteilt. „Bei uns haben sich bislang zehn Einwohner gemeldet, die bei der Helfer-Initiative mitmachen wollen“, berichtet Ortsvorsteher Siegfried Linß. Einsätze bei Nachbarn gibt es schon. Auch der Ortsbeirat Raßdorf schloss sich an und gründete eine Initiative. „Wir sind bislang sechs Leute“, berichtet Ortsvorsteher Dietmar Torreiter. „Wenn es eng wird, werden wir sicher noch mehr.“

In Obersuhl bietet die Kirmesgesellschaft eine Einkaufshilfe an. 18 Mitglieder warten dort auf ihren Einsatz. Auch bei der evangelischen Kirchengemeinde Obersuhl haben sich Ehrenamtliche bereit erklärt, zu helfen. „Wer eine Einkaufshilfe braucht, kann sich bei uns melden – egal wie alt er ist, egal welcher Konfession er angehört“, betont Pfarrerin Juliane Schmidt-Wecken. „Wir arbeiten mit der Kirmesgesellschaft zusammen. Wird es bei dem einen eng, hilft der andere aus.“

„In Richelsdorf reicht die Nachbarschaftshilfe bislang noch aus“, betont Ortsvorsteher Wilfried Wetterau. „Wenn es akut wird, wird der Ortsbeirat auch bei uns eine Hilfsinitiative starten.“

Kontakte

Wenn Sie Hilfe benötigen oder als Helfer bei den Initiativen mitmachen wollen, melden Sie sich bei folgenden Ansprechpartnern: . Obersuhl: Kirmesgesellschaft,  0176/20235152 oder 0152/56180716 oder 0176/56580057, Kirchengemeinde: Juliane und Andreas Schmidt-Wecken,  06626/339 . Bosserode: Täglich 9 bis 15 Uhr, Armin Körzell,  06626/8569 oder 0160 / 973 76 272, oder Edith Brill,  06626/1406. . Hönebach: Siegfried Linß,  06678/619 oder 0170/1126904, oder Christina Wolf,  06678/919036 oder 0175/6560538. Infos gibt es auch auf der Internetseite hoenebach.de . Raßdorf: Dietmar Torreiter,  06678 / 1727 oder 0160 / 94 59 20 92; Michael Adam,  06678 / 1312 oder 0178 / 78 61 134; Jörg und Diana Feiler,  06678 / 91 95 96 oder 0176 / 48 86 50 50.

Weitere Informationen zur Corona-Krise gibt es auf der Internetseite der Gemeinde: wildeck.de

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