Sonderregelungen in Ausnahmefällen möglich

Coronazahlen steigen: Ab Samstag Besuchsverbot in den Krankenhäusern in Bad Hersfeld und Rotenburg

Die steigenden Corona-Fallzahlen machen sich zunehmend auch wieder in den Krankenhäusern bemerkbar.
+
Die steigenden Corona-Fallzahlen machen sich zunehmend auch wieder in den Krankenhäusern bemerkbar.

Bad Hersfeld/Rotenburg – Im Klinikum Bad Hersfeld, im HKZ Rotenburg, in der Orthopädie (Bad Hersfeld) und im Rotenburger Kreiskrankenhaus gilt ab heute, 27. November, wieder ein generelles Besuchsverbot.

Wie die Häuser mitteilen, seien Sonderregelungen nur in Ausnahmesituationen möglich. Grund für die Einschränkungen seien die gestiegenen Corona-Fallzahlen, die sich auch immer mehr in den Kliniken bemerkbar machen. Am Freitag waren im Kreis Hersfeld-Rotenburg 35 Covid-Patienten in stationärer Behandlung, davon sechs auf der Intensivstation.

Das sagt das Klinikum Hersfeld-Rotenburg

„Ein Blick auf die aktuelle Entwicklung der Infektionslage unserer Nachbarkreise reicht, um vorauszusehen, dass bald auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Grenzwerte erreicht oder sogar überschritten werden“, so der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Markus Horn. Daher gelte es nun vordringlich, bereits geschwächte und stärker gefährdete Patienten besonders zu schützen. Mit einem der aktuellen Situation angepassten Hygienemanagement werde sichergestellt, dass das Krankenhaus auch weiterhin als sicherer Ort betrachtet werden könne. Viele Menschen hatten im Frühjahr die Krankenhäuser gemieden und Untersuchungen verschoben.

„Bei ernsthaften gesundheitlichen Problemen muss zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Das Abwarten und Verschieben von notwendigen Arztkontakten aus Angst vor besonderen Infektionsrisiken in Krankenhäusern ist unbegründet, denn die Hygienestandards in unseren Krankenhäusern sind hoch“, betont Horn.

Ausnahmen vom Besuchsverbot stellten Richter, Anwälte, Notare, Eltern minderjähriger Kinder und werdende Väter zum Zeitpunkt der Geburt. Ebenso werde es Angehörigen von sterbenden Patienten ermöglicht, diese im Sterbeprozess zu begleiten, teilt das Klinikum mit. Damit kehrt der kommunale Konzern zu den im vergangenen Herbst seitens der Landesregierung verordneten Regelungen zurück und schirmt alle stationären Patienten vom Besuchsverkehr ab. Für die Ambulanzen und die MVZ blieben die bestehenden Regelungen in Kraft.

Das sagt das Kreiskrankenhaus Rotenburg

„Die Entwicklung der Infektionslage auch in unserem Kreis lässt uns leider keine andere Wahl, als zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeitenden ein generelles Besuchsverbot auszusprechen“ teilt Kreiskrankenhaus-Geschäftsführer Andreas Maus mit. In Ausnahmesituationen, wie bei einer schwerster Erkrankung eines nahen Angehörigen, sei in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der Krankenhausleitung im Einzelfall eine Sonderregelung möglich. Diese Besuche würden dann auf Basis der 2 G-Regelung gestattet - Betroffene müssten also geimpft oder genesen sein.

Persönliche Dinge könnten am Empfang hinterlegt werden und würden dann zum Patienten gebracht. Gleiches gelte für die Abholung. Die Mitarbeitenden der Stationen stünden für telefonische Rückfragen gerne zur Verfügung. Ambulante Untersuchungen und geplante Operationen würden weiterhin durchgeführt, so Maus. Begleitpersonen dürften das Haus nicht betreten, es sei denn als Betreuung aufgrund der Erkrankung, etwa bei Patienten mit einer Demenzerkrankung. Auch Begleitpersonen müssten die 2G-Regel nachweisen und einen Besucherbogen ausfüllen. Im gesamten Haus bestehe eine FFP2 – Maskenpflicht. „Für die Notfallversorgung und Aufnahme steht das Kreiskrankenhaus selbstverständlich rund um die Uhr zur Verfügung“ stellt der Medizinische Geschäftsführer, Dr. Martin Oechsner, klar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.