Brandschützer probten Rettungseinsatz in Bad Hersfeld

Übung der Hersfelder Feuerwehr: Dach ab, Patient raus

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Geschafft: Nachdem die Feuerwehrleute den Verletzten aus einem Unfallauto freigeschnitten haben, legen sie ihn gemeinsam mit Rettungssanitätern auf eine Liege für den Transport im Krankenwagen.

Bad Hersfeld. Behutsam ziehen Feuerwehrmänner und Rettungssanitäter den Verletzten aus dem Unfallauto. Zentimeter für Zentimeter.

„Wegen möglicher Rückenverletzungen muss hierbei jeder Handgriff sitzen“, sagt Marco Wenderoth, Pressesprecher der Bad Hersfelder Feuerwehr.

Bei einer Übung der Freiwilligen am Dienstagabend hat das gut funktioniert. „Wir trainieren das 20 Mal im Jahr. Im Ernstfall zählt jede Sekunde, Fehler können wir uns nicht erlauben“, erklärt Wehrführer Jürgen Richter. Er koordinierte das Vorgehen vom Einsatzleitwagen aus. Zu der simulierten Unfallstelle nahe der städtischen Autobahnpolizei fuhren 30 Kameraden in drei Löschfahrzeugen und einem Wagen mit Drehleiter und Korb.

Eingeteilt in einzelne Trupps sprechen sie das Vorgehen per Funk untereinander und mit ihren jeweiligen Fahrzeugführern ab. Die wiederum stehen in ständigem Kontakt mit der Einsatzleitung. „Eine eingeklemmte Person, Fahrzeug liegt auf der Seite“, schallt es aus den Meldern.

Gleich mittendrin: Neu-Feuerwehrfrau Vanessa Mähler arbeitete mit der Rettungsschere.

Zum ersten Mal bei einer solchen Übung mit dabei ist die 18-jährige Vanessa Mähler aus Niederaula. „Das ist schon anstrengend und im Ernstfall mit einem echten Verletzten bestimmt beängstigend“, sagt sie. Doch genau um Menschen in einer solchen Lage zu helfen, möchte sie zur Feuerwehr.

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