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Das Feuerwehrgerätehaus im Hohenrodaer Ortsteil Ausbach soll erweitert werden

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte von Ausbach
Entspricht nicht mehr den aktuellen Vorgaben: Das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte von Ausbach soll saniert und erweitert werden. © Jan-Christoph Eisenberg

Der Gemeinde Hohenroda steht für die kommenden Jahre ein umfangreiches Bauprogramm bevor.

Ausbach – Deutlich wurde das nicht zuletzt, als Bürgermeister Andre Stenda am Montagabend während der Sitzung der Gemeindevertretung in der Ausbacher Hofreite eine Anfrage der CDU-Fraktion zu den 2022 und 2023 geplanten Projekten beantwortete.

Eine den Mandatsträgern vom Rathauschef vorgelegte Liste umfasst 23 Einzelmaßnahmen der Gemeinde sowie anderer Bauträger, mit denen die Verwaltung direkt oder indirekt befasst ist. Größere Brocken sind beispielsweise die Sanierung der Ortsdurchfahrt Mansbach, die Straßenunterhaltung im Zuge der Kanal- und Leitungssanierung durch den Wasser- und Abwasserzweckverband, die Bauleitplanung für das Demenzdorf in Mansbach sowie der Bau des Windparks bei Oberbreitzbach.

Feuerwehr-Unterkunft

Einen Teil der Vorhaben auf Stendas Liste hatten die Mandatsträger am Montagabend zuvor mit ihren einstimmigen Beschlüssen auf den Weg gebracht. So ergab eine technische Prüfung des Ausbacher Feuerwehrhauses im Jahr 2019 erhebliche Mängel, die die Gemeinde nun beseitigen muss, um eine Stilllegung durch die Unfallkasse Hessen zu verhindern.

Unter anderem entsprechen die Größe und Abstände der Fahrzeugstellplätze sowie der Aus- und Zufahrt nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Eine wirksame Abgasentlüftung sowie Duschen für die Einsatzkräfte fehlen ebenfalls. Zudem werde ein adäquater Stellplatz für das neue wasserführende Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) gebraucht, welches das über 30 Jahre alte Vehikel der Ausbacher Wehr ersetzen soll, verdeutlichte Bürgermeister Andre Stenda.

Aus diesen Gründen fasst die Gemeinde die Sanierung und Erweiterung des Bestandsgebäudes ins Auge. Den Auftrag für die ersten Planungsschritte erteilte das Gemeindeparlament zum Preis von rund 17 000 Euro dem Ingenieurbüro Reboconsult aus Unterbreizbach. Sobald erste Entwürfe vorliegen, solle eine „Task-Force“ von Feuerwehrleuten eingebunden werden, um die Belange der Einsatzkräfte zu berücksichtigen, kündigte der Rathauschef an.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Fischer begrüßte, dass im Zuge dieses Planungsprozesses alle Alternativen bis hin zum kompletten Neubau an gleicher Stelle betrachtet werden sollen – denn das Ergebnis müsse den steigenden Anforderungen der kommenden Jahre standhalten. FWH-Fraktionssprecher Emil Kümmel ergänzte, es gelte, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein vernünftiges Gebäude zu schaffen, welches der Feuerwehr gerecht werde.

Um genügend Platz für den Aus- und Umbau zu haben, beschloss das Gemeindeparlament außerdem den Kauf eines benachbarten, rund 500 Quadratmeter großen Grundstücks, wie Bürgermeister Stenda nach der Sitzung mitteilte. Mit Rücksicht auf die Eigentümer wurde dieser Tagesordnungspunkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt.

Radwegebau

Für rund 246 000 Euro beauftragte das Gemeindeparlament die Eiterfelder Baufirma Giebel mit der Sanierung des Radweges R15 in Verlängerung der Thüringer Straße in Mansbach.

Obwohl der ursprüngliche Haushaltsansatz um rund 52 100 Euro überschritten wird, plädierte Bürgermeister Stenda für die Auftragsvergabe, da anderenfalls eine weitere Baupreissteigerung zu erwarten sei und der Gemeinde eine Förderzusage über 175 200 Euro vorliege. Der Rathauschef äußerte zudem die Hoffnung, dass analog zu den Baukosten auch die Fördersumme angehoben wird.

Fotovoltaikanlage

Mit dem Bau einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Kindertagesstätte Pfiffikus in Ausbach beauftragten die Gemeindevertreter die Eiterfelder Firma Martin Abel zum Preis von 28 600 Euro.

Über den erzeugten Strom soll sich diese Investition in knapp 15 Jahren amortisieren. Weitere Energiepreissteigerungen sowie die in Aussicht stehende Erhöhung der Einspeisevergütung sind dabei laut Stenda noch nicht berücksichtigt.

Turnhalle wird saniert

Mit den weiteren Planungen für die Sanierung von Dach und Fassade der Turnhalle in der ehemaligen Mansbacher Pferdeklinik beauftragten die Gemeindevertreter für rund 21 700 Euro das Büro Plusconcept, welches bereits mit dem Projekt befasst ist.

Voraussetzung ist allerdings ein Förderbescheid aus dem Dorferneuerungsprogramm, der laut Bürgermeister Andre Stenda in Kürze erwartet wird.

(Jan-Christoph Eisenberg)

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