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Wolfgang Houska, Pfarrer im Kirchspiel Heimboldshausen, ist nun im Ruhestand

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Zählt zu seinen Lieblingsplätzen: Die Steinbank am Heimboldshäuer Gotteshaus hatte Pfarrer Wolfgang Houska von seinem Arbeitszimmer aus im Blick.
Zählt zu seinen Lieblingsplätzen: Die Steinbank am Heimboldshäuer Gotteshaus hatte Pfarrer Wolfgang Houska von seinem Arbeitszimmer aus immer im Blick. © Jan-Christoph Eisenberg

In zwei Gottesdiensten hat Wolfgang Houska sich am vergangenen Wochenende von seinen Gemeinden verabschiedet, seit 1. November ist er offiziell im Ruhestand.

Heimboldshausen - Doch so ganz lässt den 64-Jährigen seine bisherige Aufgabe als Pfarrer im Kirchspiel Heimboldshausen noch nicht los. Seit Dezember 2017 hat Houska mit einer Dreiviertelstelle die evangelischen Christen in den Kirchengemeinden Heimboldshausen und Gethsemane in den fünf zugehörigen Dörfern Heimboldshausen, Gethsemane, Harnrode, Röhrigshof und Unterneurode betreut. Zuvor war er rund 30 Jahre Gemeindepfarrer in Viermünden im Landkreis Waldeck-Frankenberg, wo er sich die Stelle die meiste Zeit mit seiner Ehefrau Heidi teilte.

Noch einmal den Neuanfang gewagt zu haben, bereue er im Rückblick nicht: „Die Arbeit hier hat mir richtig Spaß gemacht“, betont Wolfgang Houska, der in Heringen aufgewachsen ist. Bei seiner Rückkehr ins Werratal habe er Bekannte aus der Schulzeit wiedergetroffen – und natürlich seien auch neue Kontakte hinzugekommen.

Drei besondere Arbeitsschwerpunkte benennt Houska für seine Zeit in Heimboldshausen und Gethsemane: Zum einen die Konfirmandenarbeit, die im Kirchspiel in einem Team gemeinsam mit Diakonin Sabine Kampmann, Kirchenvorstehern und sogenannten Konfi-Coaches geleistet wird – Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, deren eigene Einsegnung noch nicht allzu lange zurückliegt. Geprägt gewesen seien die vergangenen fünf Jahre aber auch von einer regen Bautätigkeit: Die Erneuerung der Elektroinstallation in der Kirche in Gethsemane sowie die Sanierung und Wärmedämmung des Martin-Luther-Hauses in Heimboldshausen, um das Gebäude langfristig zu erhalten. Besonders gerne erinnert sich Wolfgang Houska an den Innenanstrich der Heimboldshäuser Kirche mit zahlreichen freiwilligen Helfern. Aktuell steht noch die Sanierung der Heimboldshäuser Orgel an. Trotz aller Einschränkungen kann der Pfarrer selbst den zurückliegenden Corona-Jahren einen positiven Aspekt abgewinnen: „Ich hatte die Gelegenheit, neue Formen der Verkündigung zu erproben“, erklärt er. Insbesondere am Format der Videogottesdienste, die neben schriftlich angebotenen Andachten zum Mitnehmen aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht worden, habe er Gefallen gefunden.

Wolfgang Houska freut sich nun darauf, im Ruhestand mehr Zeit zu haben. „Mehrere Personen in unserer Familie sind pflegebedürftig. Das war in den vergangenen Jahren oft schwierig“, verdeutlicht der 64-Jährige.

Weil Ehefrau Heidi Houska nach wie vor die Pfarrstelle in Philippsthal innehat, wird das Paar weiterhin im Pfarrhaus neben der Heimboldshäuser Kirche wohnen – wobei das eigentliche Pfarramt in Kürze in einen Raum im Martin-Luther-Haus umzieht. Trotz Ruhestands hat sich der Seelsorger vorgenommen, die Orgel-Sanierung in Heimboldshausen noch bis zum Abschluss zu begleiten. Auch den Konfirmandenunterricht in Philippsthal wird er noch einige Zeit halten – von nun an ehrenamtlich.

So ganz wird Wolfgang Houska seine bisherige Aufgabe als Pfarrer vorerst also noch nicht loslassen.

Strukturelle Veränderungen

Mit Wolfgang Houskas Ruhestand stehen den Philippsthaler Kirchengemeinden strukturelle Veränderungen bevor: Philippsthal, Heimboldshausen und Gethsemane bilden ab 2023 ein gemeinsames Kirchspiel mit nur noch eineinhalb statt bislang zwei Pfarrstellen. Bis zur Besetzung der halben Stelle ist Pfarrerin Heidi Houska gemeinsam mit Klinik-Seelsorgerin Friederike Quapp im neuen Kirchspiel tätig, die dort wie bisher mit einer Viertelstelle arbeitet. In Heimboldshausen und Gethsemane übernimmt Heidi Houska in der Vakanzzeit die Geschäftsführung, Frederike Quapp hält dort die Beerdigungen. Um den Konfirmandenunterricht in Heimboldshausen kümmern sich Diakonin Sabine Kampmann und Kirchenvorsteher Martin Sieber. Informationstreffen zum neuen Kirchspiel und den damit verbundnen Veränderungen finden am Sonntag, 4. Dezember, ab 16 Uhr in Gethsemane und ab 19 Uhr in Heimboldshausen sowie am Sonntag, 11. Dezember, ab 17 Uhr in Philippsthal jeweils nach den Adventsandachten bzw. Adventskonzert statt. 

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