Unbekannte Täter verwüsteten Schwimmbecken und Anlage - Freibad musste geschlossen werden

Schäden nach Randale beseitigt - Ronshäuser Badepark ist wieder offen

Pure Zerstörung: Rausgerissene Schilder und Eisenstangen sowie Tonnen voller Müll einfach ins Schwimmbecken gekippt.
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Pure Zerstörung: Rausgerissene Schilder und Eisenstangen sowie Tonnen voller Müll einfach ins Schwimmbecken gekippt, sie sind nur ein Teil der Schäden, den unbekannte Täter in der Nacht zum Sonntag im Ronshäuser Badepark anrichteten. Am sonnigen Sonntag musste das Freibad deshalb geschlossen bleiben.

Der Badepark Ronshausen musste am Sonntag geschlossen bleiben, weil Randalierer dort große Schäden angerichtet haben. Bereits am Montag konnte der Badebetreib aber wieder weitergehen.

Aktualisiert am Montag, 28. Juni, 15.20 Uhr: Nachdem am vergangenen Wochenende der Polizei noch unbekannte Randalierer im Ronshäuser Badepark gewütet hatten und das Freibad deshalb am Sonntag geschlossen bleiben musste, gab es aus der Gemeindeverwaltung am Montag gute Nachrichten: die Schäden am Schwimmbecken, in das die Täter nicht nur mehrere Mülltonnen entleert und zertrümmerte Stühle und Tische geworfen, sondern auch schwere Teile und Eisenstangen von Baustellenabsperrungen versenkt hatten, sind nicht so groß, wie zunächst befürchtet: „Das Wasser musste glücklicherweise nicht abgelassen werden und so können wir den Badepark nach nur einem Tag Pause wieder öffnen“, sagte Bürgermeister Markus Becker am Montag auf Anfrage unserer Zeitung.

Nach den umfangreichen Reinigungs- und Aufräumarbeiten ist das Ronshäuser Freibad nun ab sofort also wieder für Gäste geöffnet. Es gelten die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln. Die Öffnungszeiten sind coronabedingt zurzeit in zwei Schichten organisiert. Das Bad ist täglich von 10 bis 13.30 Uhr und am Nachmittag von 15 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Dazwischen wird frisch desinfiziert.

Ronshausen – Die Täter zertrümmerten Tische und Stühle, warfen schwere Teile von Baustellenabsperrungen ins Schwimmbecken und kippten mehre Mülltonnen hinterher. Noch sind sie unerkannt, doch der Ärger über den Schaden, den sie angerichtet haben, und auch die Folgen, die ihre Tat auslöst, sind bereits groß: die Randalierer, die in der Nacht zum Sonntag in das Ronshäuser Freibad eingedrungen sind, haben dort derart gewütet, dass Bürgermeister Markus Becker und die alarmierten Polizeibeamten am Sonntagmorgen nur noch mit Fassungslosigkeit die angerichteten Schäden betrachten konnten.

Man könnte kotzen, wenn man so etwas am Sonntagmorgen zu sehen bekommt.“

Bürgermeister Markus Becker

„Heute Nacht wurde unser Badepark von ungebetenen Gästen heimgesucht, die nichts als pure Zerstörung im Sinn hatten. Man könnte kotzen, wenn man so etwas am Sonntagmorgen zu sehen bekommt“, sagt Becker. Dort seien auch keine Nachtschwimmer unterwegs gewesen, sondern ganz eindeutig habe hier der Zerstörungswahn im Vordergrund gestanden.

Mehrere Mülltonnen mit Inhalt flogen ins Becken. Tische und Stühle wurden zusammengetreten, mutwillig zerbrochen und teilweise ins Becken geworfen. Absperrstangen und schwere Füße, die sonst für die Standhaftigkeit von Verkehrsschildern sorgen, wurden aus ihren Halterungen gerissen und landeten ebenfalls im Becken. „Einer davon hat das Becken so stark beschädigt, dass fast ein Loch entstanden ist“, berichtet der Bürgermeister. Eine Anzeige bei der Polizei sei raus – Zeugen, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag etwas bemerkt hätten, werden gebeten, sich bitte unbedingt bei der Polizei zu melden.

Als Folge der Verwüstungen müsse nun zunächst alles gereinigt und alle Schäden beseitigt werden. Dafür müsse vielleicht sogar das Wasser abgelassen werden, berichten Polizei und Bürgermeister. Der Badebetrieb musste daher am Sonntag ausgesetzt werden. „Jetzt hoffen wir, dass die schweren Baustellenteile das Becken nicht derart beschädigt haben, dass aufwendige Reparaturarbeiten nötig sind – sollten wir Glück im Unglück haben, dann werden wir unser Freibad vielleicht schon am Montag wieder öffnen können“, kündigte Becker gestern auf Anfrage unserer Zeitung an.

Riesensauerei: Ob das Wasser im Becken abgelassen werden muss, steht noch nicht fest. Wenn Ja, wird die Reinigung eine kostspielige Angelegenheit.

„Den Familien einen sonnigen Sonntag, der ideal für einen Schwimmbadbesuch wäre, mit so einer idiotischen Aktion zu vermiesen – da kann man nur den Kopf schütteln“, sagte ein Polizist vor Ort. Die Schadenssumme stehe unterdessen noch nicht fest, da noch unklar sei, ob das Wasser abgelassen werden müsse, um Reparaturen ausführen zu können. Sollte dies der Fall sein, würde der Schaden dann nach ersten Schätzungen der beiden Ronshäuser Schwimmmeister Oliver Schaffartzick und Reinhold Jeppe bei 5000 bis 6000 Euro liegen. Die Polizei vermutet, dass möglicherweise eine Gruppe von Jugendlichen für die Tat verantwortlich sein könnte. In der Nacht waren Meldungen über Ruhestörungen eingegangen. Die Ermittlungen laufen.

Kontakt für Zeugenhinweise: Polizeistation Rotenburg, Tel.: 0 66 23/93 70 oder über die Onlinewache unter polizei.hessen.de

Von Peter Gottbehüt

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