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DHL will weg von Zeitarbeit: Zentrallager in Ludwigsau wird neu aufgestellt

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Neuer Niederlassungsleiter bei DHL Ludwigsau ist jetzt Tim Erdmann (rechts), hier mit Personalchef Maik Wiesenberg (links).
Neuer Niederlassungsleiter bei DHL Ludwigsau ist jetzt Tim Erdmann (rechts), hier mit Personalchef Maik Wiesenberg (links). © Struthoff, Kai A.

Das DHL-Zentrallager im Gewerbegebiet in Ludwigsau will unabhängiger von Zeitarbeitern werden und plant deshalb, den Anteil von Festangestellten weiter auszubauen.

Ludwigsau – Das kündigt der neue Niederlassungsleiter Tim Erdmann an. Der 40-jährige Betriebswirt ist Nachfolger der langjährigen Niederlassungsleiterin Gabriele Schulz, die nach rund zehn Jahren in Ludwigsau nun bei DHL für den Bereich politische Kommunikation für ganz Hessen zuständig ist.

„Wir wollen nicht nur Leute einstellen, sondern sie auch langfristig bei uns halten“, sagt Erdmann. Bei seinem Amtsantritt seien über fünfzig Prozent der Beschäftigten in Ludwigsau Zeitarbeiter gewesen, inzwischen betrage ihr Anteil nur noch ein Drittel der 375-köpfigen Belegschaft. „Logistik ist ein harter Job“, sagt Erdmann, weshalb man um neue Mitarbeiter kämpfen und ein gutes Arbeitsklima bieten müsse, sagt er angesichts der starken Konkurrenz in diesem Bereich und der faktischen Vollbeschäftigung im Kreis.

Gleichzeitig will DHL auch das Managementteam in Ludwigsau verjüngen. In Kooperation mit der Technischen Fachhochschule Mittelhessen (THM) werde DHL deshalb auch weiterhin eigene Führungskräfte aus der Region ausbilden, kündigt Personalchef Mike Wiesenberg an.

Gleichzeitig bekräftigte der neue Niederlassungsleiter Erdmann, dass DHL auch weiterhin langfristig mit dem Standort Ludwigsau plane. Er reagiert damit auf besorgte Anfragen von Politikern aus der Gemeinde, weil DHL derzeit auf Immobilienportalen rund 20 000 Quadratmeter Lagerfläche zur Vermietung anbietet. „Wir wollen uns noch breiter aufstellen“, erklärt Erdmann, weshalb ein weiteres Zentrallager in Reichenbach am Hermsdorfer Kreuz eröffnet wurde. Mit diesem sogenannten „Multi-Hub-Konzept“ könne DHL flexibler auf besondere Situationen wie etwa krankheitsbedingte Ausfälle oder Extremwetterlagen reagieren.

Die Vermietung solle nach dem Warehouse-Prinzip (Lagerhaus) erfolgen, wobei Firmen wie Baumärkte oder Versandhäuser die Lagerflächen anmieten, die Auslieferung der Waren aber über DHL abwickeln

Spezialisiert auf sperrige Güter

Im Unternehmenspark Bad Hersfeld-Ludwigsau (ehemals Gewerbegebiet Mecklar/Meckbach) betreibt DHL Paket seit 2007 sein zentrales Umschlags- und Warenlager für das Zwei-Mann-Handling für den Transport und die Zustellung schwerer und sperriger Güter. Insgesamt verfügt das Unternehmen über 65 000 Quadratmeter Hallenfläche. Zurzeit arbeiten dort rund 375 Mitarbeiter. In unmittelbarer Nachbarschaft entstehen derzeit neue Hallen der Pfenning-Logistik. kai

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