Start im Zentrum noch unklar

Die ersten 1000 sind im Kreis Hersfeld-Rotenburg geimpft

Achtung, gleich piekst es: Heiko Bully, Mitarbeiter im Kreisaltenheim Niederaula, erhielt die Impfung gegen das Coronavirus von Ärztin Dr. Friedamarie Trümner.
+
Achtung, gleich piekst es: Heiko Bully, Mitarbeiter im Kreisaltenheim Niederaula, erhielt die Impfung gegen das Coronavirus von Ärztin Dr. Friedamarie Trümner.

Seit gut einer Woche laufen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg die Impfungen gegen das grassierende Coronavirus. Im Einsatz sind nach wie vor mobile Impfteams in Senioreneinrichtungen, die dort mehr als 1000 Menschen geimpft haben.

Hersfeld-Rotenburg – Wann das Impfzentrum in Rotenburg in Betrieb geht, ist noch unklar. Über 1000 Menschen haben laut Landratsamt bisher die erste Dosis erhalten. Notwendig sind zwei Dosen in einem bestimmten Zeitabstand.

Landrat Dr. Michael Koch hat nach einem Besuch im Kreisaltenheim Niederaula am Sonntag eine erste Bilanz gezogen. Weitere 250 Personen konnten am 3. Januar durch die mobilen Impfteams des Impfzentrums Hersfeld-Rotenburg gegen das Virus geimpft werden. „Heute ist ein guter Tag für den Landkreis“, so Koch. „Nachdem das Kreisaltenheim in Niederaula im April 2020 von der Pandemie sehr stark betroffen war, konnten hier heute die ersten Impfungen vorgenommen werden. Wir sind zuversichtlich, dass Ende des Monats ein Großteil aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden in Alten- und Pflegeeinrichtungen vor dem Coronavirus geschützt sein wird.“

Insgesamt seien im Landkreis bisher über 1000 Menschen geimpft worden. Die mobilen Impfteams hatten am 27. Dezember begonnen, die ersten Impfdosen in Alten- und Pflegeeinrichtungen zu verabreichen, vor allem bei besonders gefährdeten Bewohnerinnen und Bewohnern sowie medizinischen Fachkräften und Pflegekräften. Die Impfteams halten sich ab sofort in Bereitschaft, bis das Land Hessen weitere Impfdosen zur Verfügung stellt, heißt es. Diese sollen voraussichtlich Ende dieser Woche im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eintreffen.

Hinter den Impfeinsätzen steckt jede Menge Verwaltungsaufwand: Das Bild zeigt die Vorbereitungen im Kreisaltenheim in Niederaula. Im Hintergrund stehend ist Ex-Klinikum-Chef Martin Ködding zu sehen, der nun als Einsatzleiter des Impfzentrums aktiv ist.

Auch die Pflegedienstleiterin des Kreisaltenheims in Niederaula, Franka Meinecke, war mit dem Verlauf der Impfaktion vor Ort zufrieden: „Wir alle sind froh, dass es jetzt endlich losging. Viele Bewohnerinnen und Bewohner standen der Impfung positiv gegenüber. Es bedeutet, dass wieder ein kleines Stück Alltag mehr möglich ist. Die Impfung für die Mitarbeitenden ist ebenfalls sehr wichtig, um Ansteckungen zu vermeiden.“

Landrat Koch bedankte mich bei allen Beteiligten für die professionelle Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf der ersten Impfaktion im Kreis und die hohe Impfbereitschaft bei denjenigen, die bereits für eine Impfung infrage kommen. „Wir alle hoffen, dass die Impfungen schon bald ausgeweitet werden können. Mein Dank gilt auch allen niedergelassenen Ärzten, die die Impfungen verabreichen und mit großartigem Engagement ihren Teil zum Kampf gegen das Virus beitragen.“

Mit vereinten Kräften arbeite man daran, schnellstmöglich einen Normalzustand wiederherzustellen.

Die Zusammenarbeit zwischen den Heimen und dem Impfzentrum, über das die Koordinierung der Impfaktion läuft, bezeichnete Koch als „makellos“. Signifikante Komplikationen durch die Impfungen seien bislang nicht aufgetreten.

Wann genau auch das in der Göbel Hotels Arena in Rotenburg eingerichtete Impfzentrum an den Start gehen kann, ist indes weiter unklar. „Wir hoffen weiterhin, dass das Impfzentrum in Rotenburg noch im Januar den Betrieb aufnehmen kann, um größere Teile der Bevölkerung zu impfen“, sagt dazu Landrat Koch. Er werde sich dafür einzusetzen, den Betrieb schnellstmöglich hochzufahren. Vor Ort werde weiterhin alles bereitgehalten, um direkt mit den Impfungen loslegen zu können.

So gut wie startklar war das eilends installierte Zentrum schon vor Mitte Dezember (wir berichteten). Am 19. Januar sollen nun aber zunächst die regionalen Zentren den Betrieb aufnehmen, das nächste befindet sich in Fulda.  red/nm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.