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Die neue Bürgermeisterin Anke Hofmann setzt auf alle Parteien im Parlament von Bad Hersfeld

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Bürgermeisterkandidatin mit Bad Hersfeld im Hintergrund
Sie hat die Wahl gewonnen: Anke Hofmann wird die erste Frau im Bürgermeisteramt von Bad Hersfeld © Anke Hofmann

Vor der neuen Bürgermeisterin von Bad Hersfeld Anke Hofmann liegen große Herausforderungen. Sie setzt darauf, zum Wohle der Stadt mit allen zusammenzuarbeiten.

Bad Hersfeld – Die parteilose Anke Hofmann hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Bad Hersfeld mit deutlichem Vorsprung (57,27 Prozent / 5218 Stimmen) vor ihrem Mitbewerber Karsten Vollmar von der SPD gewonnen (42,73 Prozent / 3894 Stimmen. Die als Hessentagsbeauftragte kreisweit bekannte Hofmann ist damit die erste Bürgermeisterin in der Geschichte von Bad Hersfeld. Allerdings lag die Wahlbeteiligung in der Kreisstadt nur bei 40,46 Prozent.

Mehr als 200 Menschen, darunter auch viele Bürgermeister von Nachbargemeinden, der Erste Beigeordnete und Stadtpolitiker, verfolgten die Bekanntgabe der Ergebnisse im „wortreich“. Unmittelbar nach der Entscheidung dankte Hofmann Karsten Vollmar für den fairen Wahlkampf. Alle hätten die Chance gehabt zu wählen, sie fühle sich daher legitimiert für das Amt. Hofmann reichte Vollmar und der SPD die Hand und bot allen Parteien im Parlament eine gute Zusammenarbeit an. „Wir wollen doch alle Bad Hersfeld voranbringen, und dass es uns hier gut geht. Das funktioniert nur mit allen – und dazu gehört auch die SPD.“ Karsten Vollmar sagte: „Ich bin Demokrat, dazu gehört es auch, verlieren zu können.“ Er werde jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken“.

Anke Hofmann wird bereits heute mit Bürgermeister Thomas Fehling zusammentreffen, um die Amtsübergabe am 1. Januar vorzubereiten. Vor der neuen Bürgermeisterin liegen große Herausforderungen angesichts der Energiekrise, von Inflation und der vielen stockenden Projekte in der Kreisstadt.

Darauf verwies auch der Erste Stadtrat Gunter Grimm (CDU), der Anke Hofmann zuletzt auch offen unterstützt hat. „Wir haben so viele Baustellen, die müssen angefasst werden“. Dafür brauche es Kontinuität bei der Sacharbeit in der Verwaltung. „Wenn sich jemand so deutlich durchsetzt, ist das ein Indiz für Vertrauen“, so Grimm.

Bernd Böhle (FDP) wertete den Wahlausgang als Indiz dafür, dass die Menschen weg von der Parteipolitik wollen. Andrea Zietz (Grüne) sagte zur niedrigen Wahlbeteiligung, „wer nicht abgestimmt hat, der darf jetzt auch nicht meckern.“

Die ersten Interviews mit der neuen Bürgermeisterin Anke Hofmann und mit Karsten Vollmar (SPD) über die weitere Zusammenarbeit in Bad Hersfeld lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung. (Kai A. Struthoff)

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