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Die Oberhauner sind die Eichhörnchen

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Von: Laura Hellwig

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Vor dem Sportlerheim: Aus einem Baumstamm wurde das „Wappentier“ von Oberhaun geschnitzt.
Vor dem Sportlerheim: Aus einem Baumstamm wurde das „Wappentier“ von Oberhaun geschnitzt. © Laura Hellwig

In unserer Uznamen-Serie stellen wir diesmal die Eichhörnchen aus dem Haunecker Ortsteil Oberhaun vor.

Oberhaun - Fast jeder Ort hat ihn: einen Uznamen. Meist vergeben von benachbarten Dörfern sind die Spitznamen voller Spott, Neid oder gar Überheblichkeit. Aber wie sind diese Namen einst entstanden?

In und um den Haunecker Ortsteil Hauneck gibt es zahlreiche Haselnusssträucher. Deren Früchte sind bei Eichhörnchen äußerst beliebt, weshalb sich in dem Dorf viele der kleinen braunen Hörnchen herumtreiben. Das hat in Oberhaun dazu geführt, dass sich für die Einwohner Oberhauns der Uzname „die Oberhauner Eichhörnchen“ etabliert hat.

Ob es in dem Dorf nun deutlich mehr Haselnusssträucher gibt als in anderen Haunecker Ortsteilen, das kann Förster Dieter Mathes nicht zweifelsfrei bestätigen. Dennoch sei die Landschaft in und um Oberhaun durchaus geprägt durch viele Hecken, Sträucher und die Nähe zum Wald, so der Förster, was den Eichhörnchen einen guten Lebensraum bietet.

Das kleine braune Hörnchen wird im Dorfleben immer wieder aufgegriffen. So findet sich ein modern animiertes Eichhörnchen auf dem Werbeflyer der Kirmesburschen oder das Tier als Maskottchen des TSV Oberhaun. Auch ein Lied wurde komponiert, aus dem eindeutig hervorgeht, dass die Oberhauner den Uznamen „Eichhörnchen“ tragen: „Die Oberhauner Eichhörnchen, das sind gar lustig Tierchen, sie haben lange Schwänzerchen und auch zwei spitze Öhrchen. Oh wie lustig anzusehen, wenn die Oberhauner Eichhörchen den Baum raufgehn. Oh wie lustig anzusehen, wenn die Oberhauner Eichhörnchen zur Kirmes gehn.“ Von dem Lied existieren verschiedene Versionen, einzelne Textabschnitte können variieren. Diese Variante haben die Kirmesburschen und -mädchen bei einem ihrer Feste vorgetragen.

Ein Oberhauner hat in Anlehnung an den Uznamen sogar ein Eichhörnchen aus einem Baumstamm geschnitzt, das den Eingang des Sportlerheims schmückt. (Laura Hellwig)

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