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Die Politik lag bei ihr mit in der Wiege

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Von: Mario Reymond

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Stefanie Klee aus Eiterfeld-Reckrod ,  CDU-Landtagskandidatin  im Wahlkreis 11 (Hersfeld) mit den beiden CDU-Kreisvorsitzenden Andreas Börner (Herfeld-Rotenburg, links) und Frederik Schmitt (Fulda).
Strahlende Siegerin: Stefanie Klee aus Eiterfeld-Reckrod führt die CDU als Spitzenkandidatin im Wahlkreis 11 (Hersfeld) in den kommenden Landtagswahlkampf. Eingerahmt wird sie von den beiden CDU-Kreisvorsitzenden Andreas Börner (Herfeld-Rotenburg, links) und Frederik Schmitt (Fulda). © Mario Reymond

Stefanie Klee möchte im Herbst für die CDU direkt in den Landtag einziehen. Die 40-Jährige ist Spitzenkandidatin der Union des Wahlkreises 11 (Hersfeld).

Reckrod – Drei Wahlgänge und einen anschließenden Losentscheid haben die CDU-Delegierten aus dem Wahlkreis 11 (Hersfeld) benötigt, um am 15. November vergangenen Jahres ihre Spitzenkandidatin für die im Herbst anstehende Landtagswahl zu finden. Dreimal hatten Stefanie Klee und der Bad Hersfelder Andreas Rey die gleiche Anzahl an Stimmen erhalten, sodass der Lostopf bemüht werden musste. Und da war schlussendlich Stefanie Klee die Glücklichere.

Stefanie Klee ist in einer politischen Familie aufgewachsen

Die 40-Jährige aus der Marktgemeinde Eiterfeld ist in einer durch und durch politischen Familie aufgewachsen. „Die Politik habe ich praktisch mit in die Wiege gelegt bekommen“, sagt Stefanie Klee. Ihre Mutter Mechthild, die aus Rothemann stammt, gehört heute noch dem Fuldaer Kreisausschuss an und saß viele Jahre für die CDU in der Eiterfelder Gemeindevertretung. Ihr Opa Heinrich Müller war jahrelang Erster Beigeordneter der Gemeinde Eichenzell. Und ihr Onkel Christoph Müller ist CDU-Kreistagsmitglied und Mitglied des Eichenzeller Gemeindevorstands.

Mit Daniela Mehler-Würzbach tritt nun eine Großcousine zur Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt am Main an. Jedoch mit ganz geringen Erfolgsaussichten, wie Stefanie Klee meint. „Sie geht halt für die Linke ins Rennen“, merkt die CDU-Politikerin an.

Ihre eigenen Erfolgsaussichten bei der Landtagswahl schätzt Stefanie Klee dagegen wesentlich höher ein, da sie immerhin für die CDU antritt, die in Hessen derzeit mit Bündnis 90/Die Grünen die Landesregierung bildet.

Zwei Frauen im Wahlkreis mit größten Erfolgsaussichten auf Einzug in Landtag

Im Wahlkreis 11 (Hersfeld) hatte sich bei der vergangenen Landtagswahl 2018 allerdings Torsten Warnecke (SPD) mit 30,53 Prozent gegen Andreas Rey (CDU, 26,16 Prozent) durchgesetzt. Eben jenen Andreas Rey, der nun bei der CDU-Delegiertenversammlung gegen Klee beim Losentscheid unglücklich den Kürzeren gezogen hatte. Aber auch Torsten Warnecke ist bekanntlich seit Ende August 2021 nicht mehr Landtagsabgeordneter. Er legte sein Mandat nieder, nachdem er im März 2021 zum Landrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg gewählt worden war.

Landrat ist Warnecke seit dem 1. September 2021. An diesem Tag rückte für ihn die Schenklengsfelderin Tanja Hartdegen in den Landtag nach. Somit haben nun – mit Hartdegen und Klee – zwei Frauen die größten Erfolgsaussichten, für den Wahlkreis 11 in den kommenden Hessischen Landtag einzuziehen.

Klee ist stellvertretende Vorsitzende im CDU-Kreisverband Fulda

Stefanie Klee selbst ist zur Jahrtausendwende bei der Neugründung der Jungen Union Eiterfeld erstmals aktiv mit Politik in Kontakt gekommen. Und da bereits für einige Zeit als Vorsitzende. Nur während ihrer beruflichen Zeit in Heidelberg war sie für vier Jahre mehr oder weniger unpolitisch unterwegs.

Seit 2016 ist sie nun Gemeindevertreterin in Eiterfeld. Seit 2021 führt sie die CDU-Fraktion im Gemeindeparlament. Im CDU-Kreisverband Fulda ist sie derzeit stellvertretende Vorsitzende. Die Tätigkeit im Kreisverband sei bereits ein erster Schritt für sie gewesen, um über den gemeindepolitischen Tellerrand hinauszuschauen, zumal es für die Eiterfelder CDU schwierig sei, in der Marktgemeinde aktiv Spuren zu hinterlassen. „Wir befinden uns in Eiterfeld politisch seit zwanzig Jahren in der Opposition. Da sind wir bei eigenen Anträgen immer auf das Wohlwollen anderer angewiesen“, merkt Klee an.

Mit der Nominierung zur CDU-Spitzenkandidatin für den Wahlkreis 11 (Hersfeld) habe sie nun alle Möglichkeiten, den Wählerinnen und Wählern ihre politischen Vorstellungen und Ziele näherzubringen. Möglichst so überzeugend, damit im Herbst der Sonntagabend nach der noch zu terminierenden Landtagswahl wieder ein breites Lächeln in ihr Gesicht zaubern wird. Denn schließlich möchte Stefanie Klee auf politischer Ebene endlich einmal auch eigene Spuren setzen. (Mario Reymond)

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