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Die Straße bleibt gesperrt: Wirtschaftsweg von Obersuhl nach Dankmarshausen

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Von: René Dupont

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Von Obersuhl aus ist das letzte Stück des Wirtschaftsweges „Lieges“ auf einer Länge von etwa 150 Metern gesperrt – von landwirtschaftlichem Verkehr abgesehen (Foto). Ab der hessisch-thüringischen Grenze darf mit bis zu 50 Stundenkilometern in Richtung Dankmarshausen gefahren werden.
Von Obersuhl aus ist das letzte Stück des Wirtschaftsweges „Lieges“ auf einer Länge von etwa 150 Metern gesperrt – von landwirtschaftlichem Verkehr abgesehen (Foto). Ab der hessisch-thüringischen Grenze darf mit bis zu 50 Stundenkilometern in Richtung Dankmarshausen gefahren werden. © rené dupont

Der Wirtschaftsweg zwischen Obersuhl und Dankmarshausen (Wartburgkreis) bleibt für den Verkehr gesperrt.

Wildeck – Nur landwirtschaftliche Fahrzeuge dürfen dort noch fahren. Das hat Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth (SPD) erneut deutlich gemacht. Er reagierte damit auf Beschwerden einzelner Bürger – auch in einem Leserbrief in unserer Zeitung, die die Durchfahrtsbeschränkung kritisiert hatten.

Von Obersuhl aus ist das letzte Stück des Wirtschaftsweges „Lieges“ auf einer Länge von etwa 150 Metern seit dem Frühjahr gesperrt – von landwirtschaftlichem Verkehr abgesehen. Ab der hessisch-thüringischen Grenze darf mit bis zu 50 Stundenkilometern in Richtung Dankmarshausen gefahren werden.

Für die Obersuhler war der Weg die kürzeste Strecke Richtung Heringen. Die Thüringer erfahren erst vor der Landesgrenze nach Hessen durch ein Schild von der Sperrung. Es ist auch der kürzeste Weg aus dem Raum Philippsthal/Heringen nach Obersuhl und weiter in Richtung Sontra/Eschwege zur B 27 nach Norden. Viele Heringer kaufen zum Beispiel in der Edeka in Obersuhl ein.

Die Gemeinde Wildeck als örtliche Straßenverkehrsbehörde hatte den Wirtschaftsweg gesperrt, weil sich wiederholt Bürger Reifen, Stoßdämpfer und Felgen kaputt gefahren hatten – um sich dann mit Regressansprüchen wegen des schlechten Straßenzustands an die Verwaltung zu wenden, betont Bürgermeister Wirth.

Die Gemeinde habe sich damals aus Entgegenkommen und dank einer kulanten Versicherung darauf eingelassen – allerdings habe der Tonfall der Forderungen deutlich gemacht, „dass einige das nicht mehr zu schätzen wussten“, hatte Wirth schon in einer Sitzung der Gemeindevertretung im April gesagt.

„Dass diese Durchgangsbeschränkung die endgültige Lösung nicht sein kann, darüber sind wir uns bewusst“, betonte Wirth vor Kurzem. Das Land Hessen biete das Förderprogramm „Ländlicher Wegebau“ an. „Das Programm beinhaltet sowohl den Neubau als auch den Ausbau oder die nachhaltige Erneuerung vorhandener Wirtschaftswege, um sie an die heutigen und künftigen Anforderungen anzupassen“, betonte Wirth. Dabei stehe der landwirtschaftliche Verkehr klar im Vordergrund. Es gehe dabei aber auch um die Erschließung regionaler und touristischer Entwicklungsziele.

„Hier habe ich Ende Januar einen Termin mit dem Fördermittelgeber, um unsere Wirtschaftswege zu besichtigen und zu ermitteln, was hier möglich ist. Wir haben aber insgesamt etwa 53 Kilometer Wirtschaftswege in unserer Gemeinde“, betonte Wirth.

Einzelne Bürger hatten kritisiert, dass sie wegen der Sperrung des Wirtschaftsweges Umwege fahren müssten, um von Obersuhl nach Heringen zu gelangen. Bis November war auch die Strecke Großensee-Dankmarshausen wegen einer Brückensanierung gesperrt. Die „Umwege“ sind mit etwa zwei Kilometern pro Strecke allerdings vergleichsweise gering und auf dem gesperrten Wirtschaftsweg müsste man allein schon wegen des schlechten Straßenzustands sehr langsam fahren.

„Für Fahrzeuge, die dort her fahren, besteht wegen des schlechten Zustands eine erhebliche Gefahr“, sagte Bürgermeister Wirth. Die Bankette sei nicht ausgebaut. Auch dort seien große Löcher entstanden. Deshalb habe die Gemeinde keine andere Wahl gehabt, als die Straße zu sperren. (René Dupont)

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