Wahl am 1. November

Bürgermeisterkandidatin Katja Gonzalez Contreras: A44 ist große Chance für Cornberg

„Unsere Gemeinde ist auf einem guten Weg. Den würde ich gerne als eigenständige Kommune positiv weiterentwickeln“, sagt Katja Gonzalez Contreras.

Katja Gonzalez Contreras tritt zur Bürgermeisterwahl in Cornberg an.

Cornberg – Katja Gonzalez Contreras ist eine der vier Kandidaten für die Nachfolge des nach drei Amtszeiten scheidenden Bürgermeisters Achim Großkurth. Die 47-Jährige tritt, wie die drei Mitbewerber, als unabhängige Kandidatin an.

Ihre Familie ist in Cornberg stark verwurzelt: Ihr Vater ist Cornberger, ihre Mutter Rockensüßerin. Die zweifache Mutter ist im Hallensportverein, die Männer in der Familie spielen bei der Spielgemeinschaft Fußball. Kommunalpolitische Erfahrung hat die beim Landkreis in der Verwaltung angestellte Frau bislang nicht. „Ich habe immer schon mal mit dem Gedanken gespielt. Jetzt sind meine Söhne erwachsen, da kann ich meine ganze Kraft dafür einsetzen.“

In einer Fusion sieht die Cornbergerin keine Vorteile. Die finanzielle Situation der Gemeinde sei nicht so schlecht wie oft dargestellt – und könnte sich in Zukunft durch den Bau der A 44 deutlich verbessern, sie. „Das ist eine große Chance für Neuansiedlungen in unserem Gewerbegebiet, aber auch für unsere Gemeinde als Wohnort.“ Die Entscheidung über einen möglichen Zusammenschluss mit einer anderen Kommune müssten aber die Bürger treffen. Die Cornbergerin sieht in der Bevölkerung dazu insgesamt keine klare Tendenz. „Mein persönlicher Eindruck ist, dass man in Königswald eher dafür ist, in Cornberg ist die Mehrheit dagegen und in Rockensüß sind die Einwohner eher gespalten“, sagt die 47-Jährige. Wenn sie gewählt würde, stehe ihre Tür für alle Bürger stets offen – das gelte auch schon im Wahlkampf.

Eine Sache, die der Mutter eines 19-jährigen und eines 21-jährigen Sohnes sehr am Herzen liegt, ist die Radwege-Infrastruktur. „Wir haben hier ein wunderschönes Kloster und eine tolle Landschaft. Das sollten wir nutzen.“ In der Familie der Kandidatin war das Interesse an Kommunalpolitik schon immer groß. Sie selbst habe nach einem Bachelor-Studium in der Fachrichtung Soziales vor vier Jahren gemerkt, dass sie große Lust auf neue persönliche Herausforderungen hat.

CBL und CDU geben keine Wahlempfehlung ab

Cornberger Bürgerliste (CBL) und CDU geben bislang keine Wahlempfehlungen ab. Das sagen die Parteien auf Anfrage. Eigene Kandidaten haben sie ebenso wie die SPD nicht nominiert.

Dieter Kempka war bislang CBL-Mitglied und stellte seine Ziele wie Senkung der Grundsteuer-Hebesätze und Hundesteuer dort auch vor. „Das wollen wir natürlich alle – aber die Gemeindevertretung hat diese Belastungen nicht beschlossen, um die Bürger zu ärgern, sondern weil sie notwendig sind. Es gilt, die Gründe dafür zu bekämpfen“, erklärt Heinrich Peitzmeier (CBL), warum man Kempka nicht nominieren wollte. Die CBL setzt sich klar für eine Fusion Cornbergs ein, was neben Kempka auch Franziska Bolz anstrebt. Im Wahlkampf wolle die CBL aber neutral bleiben.

Die Eigenständigkeit der Gemeinde möchte Alfred Knoch bewahren. Seine Partei, die SPD, hat ihn aber nicht nominiert, weshalb er unabhängig kandidiert. Um eine Stellungnahme des SPD-Ortsvereins dazu sowie zur Kandidatenfrage im Allgemeinen bemühte sich unsere Redaktion vergeblich.

Hilmar Bettenhausen (CDU) sagt, dass sich die Kandidatur eines möglichen Bewerbers leider im Frühjahr aus beruflichen Gründen zerschlagen habe. Man wolle sich nun mit allen Bewerbern austauschen und dann darüber abstimmen, ob man einen von ihnen offiziell unterstützt. Positiv hebt der CDU-Mann hervor, dass auch zwei Frauen zur Wahl stehen. Für den Fall einer Fusion ist es für Bettenhausen wichtig, dass Kita und Grundschule erhalten blieben.

Rubriklistenbild: © Christopher Ziermann

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