Konzert zu Ehren von Heinz Hartig für sein Engagement als Chorleiter und beim Bahnsozialwerk

Dirigent mit Herz und Leidenschaft

Bebra/Gilfershausen. Wer Heinz Hartig beim Dirigieren zusieht, der bemerkt sofort seine Professionalität und Erfahrung. Seit 40 Jahren ist Hartig Leiter des Gilfershäuser Chores Liedertafel und ebenso lange im Vorstand des Bahnsozialwerks. Anlässlich dieser Jubiläen fand am Samstag ihm zu Ehren ein Chorkonzert im Hessischen Hof in Bebra statt.

Hartig dirigiert mit den Händen, den Augen und den Lippen und hat dabei den aufmerksamen Blick für jedes Chormitglied, während die gut 30 Sängerinnen und Sänger mit geschulten Stimmen und exakten Einsätzen „Das Morgenrot“ und „Frater Kellermeister“ singen. Danach nimmt der 81-Jährige im Publikum Platz und lauscht mit rund 250 Gästen dem für ihn organsierten Konzert.

Mit von der Partie sind das Eisenbahner Blasorchester, der Eisenbahnchor Germania Bebra sowie die zur Liedertafel gehörenden Gruppen „PopChorn“ und „Total Vocal“. Die Liedertafel, sagt Marc Iffland, der zusammen mit Heike Lorey moderiert, sei der Mutterverein, der Kinder hervorgebracht habe. Und Heinz Hartig, so Iffland, sei der „Impulsgeber, der Motor des Ganzen“.

„Ein Hoch auf Heinz!“

Die beiden jüngeren Chöre des Vereins veranschaulichen, wie Chorgesang sich verändert: Dem traditionellen deutschen Liedgut stehen Schlager gegenüber und ein Lied, das kaum ein Jahr alt ist. Andreas Bouranis Fußball-WM-Hymne haben die Gilfershäuser umgedichtet: „Ein Hoch auf Heinz!“

Eine Überraschung ist für Heinz Hartig auch der Auftritt der Sängerinnen und Sänger des Bezirkschores Bebra. Die gemischten Chöre aus Gilfershausen, Bebra und Blankenheim haben sich für das von Chorleiter Josef Koster umgeschriebene Chorleiterständchen zusammengetan.

Viel Wertschätzung für Hartig bringen auch die Laudatoren zum Ausdruck: Heinz Hartigs Sohn Jochen würdigt als Vereinsvorsitzender die Arbeit seines Vaters. Hartig, so Hartmut Berntßen vom Bahnsozialwerk, habe viel für die Gemeinschaft getan. Heinrich Meier, Ehrenvorsitzender des Sängerkreises, bescheinigt Hartig Fingerspitzengefühl. „Du hast etwas zu sagen“, so Meier. „Deine Kompetenz haben deine Chöre gern angenommen.“

Von Achim Meyer

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