SPD nominiert 51-Jährigen einstimmig

Dirk Noll will neuer Vizelandrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg werden

Einstimmig: Der SPD-Unterbezirksparteitag hat am Samstag Dirk Noll als Kandidat für das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten nominiert. Unser Foto zeigt ihn (Bildmitte) mit Tanja Hartdegen, Torsten Warnecke, Petra Wiesenberg, Manfred Fehr und Karina Fissmann.
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Einstimmig: Der SPD-Unterbezirksparteitag hat am Samstag Dirk Noll als Kandidat für das Amt des Ersten Kreisbeigeordneten nominiert. Unser Foto zeigt ihn (Bildmitte) mit Tanja Hartdegen, Torsten Warnecke, Petra Wiesenberg, Manfred Fehr und Karina Fissmann.

Dirk Noll (SPD) will neuer Vizelandrat des Kreises Hersfeld-Rotenburg werden. Der SPD-Unterbezirk hat den 51-jährigen Bürgermeister von Friedewald einstimmig auf einem Unterbezirksparteitag in Philippsthal nominiert.

Update vom 30. August: Hersfeld-Rotenburg - Das Rennen um die Nachfolge der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz (SPD) nimmt an Fahrt auf. Nun hat auch der SPD-Unterbezirk Hersfeld-Rotenburg einen eigenen Kandidaten bestimmt: Dirk Noll. Der Bürgermeister der Gemeinde Friedewald ist bei einem außerordentlichen Bezirksparteitag am Wochenende in Philippsthal einstimmig nominiert worden.

„Ich will die Kluft der beiden Altkreise, die durch die Klinikdebatte größer geworden ist, wieder schließen“, versprach Noll in seiner Bewerbungsrede vor den Delegierten in der Kreuzberghalle und bezeichnete sich selbst als „Kind beider Kreisteile“. Der 51-Jährige kam in Rotenburg zur Welt, wuchs in Hönebach auf und arbeitete von 1986 bis 2011 für die Gemeinde Wildeck, ehe er erst das Amt für Finanzen in Gotha leitete und dann 2012 ins Rathaus von Friedewald einzog.

Noll kündigte an, sich „wieder für mehr Transparenz und Informationen für die Bürger“ einsetzen zu wollen, sollte er Nachfolger von Elke Künholz werden, deren Amtszeit Ende des Jahres ausläuft. Gewählt werden soll der oder die neue Erste Kreisbeigeordnete am Montag, 27. September, im Kreistag.

Und diese Wahl verspricht spannend zu werden. Bereits im Juni hatte die CDU, mit 16 Sitzen die zweitstärkste Fraktion im Kreistag, Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald (44) nominiert.

Ebenfalls bekannt ist, dass auch Michael Ernst (58), Büroleiter im Heringer Rathaus, sich auf die ausgeschriebene Stelle beworben hat.

Die SPD (23 Sitze) hat mit Nolls Kandidatur klargemacht, dass sie nach dem Gewinn der Landratswahl im März nun auch den wichtigen Posten des Ersten Kreisbeigeordneten in den eigenen Reihen halten will.

SPD und CDU haben beide keine Mehrheit im 61-köpfigen Kreis-Parlament. Auch eine Koalition gibt es offiziell nicht. Der neue Landrat Torsten Warnecke geht deshalb von einem engen Rennen aus. „Das Ergebnis darf aber am Ende nicht von den Stimmen der AfD abhängen“, warnte er. Die AfD hat fünf Abgeordnete.

Die Bewerbungsfrist für das Amt des Vize-Landrats läuft am Mittwoch ab. Gewählt wird dann in vier Wochen..

Von Sebastian Schaffner

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