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Diskussion um einsturzgefährdete Feldwegbrücke bei Weißenhasel

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Von: Sebastian Schaffner

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Für den landwirtschaftlichen Verkehr gesperrt: Die Feldwegbrücke bei Nentershausen-Weißenhasel muss dringend saniert werden. Lediglich Radfahrer und Fußgänger dürfen das Bauwerk aus den 30er-Jahren über die Hasel noch nutzen, das den Belastungen der tonnenschweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge offensichtlich nicht mehr gewachsen ist.
Für den landwirtschaftlichen Verkehr gesperrt: Die Feldwegbrücke bei Nentershausen-Weißenhasel muss dringend saniert werden. Lediglich Radfahrer und Fußgänger dürfen das Bauwerk aus den 30er-Jahren über die Hasel noch nutzen, das den Belastungen der tonnenschweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge offensichtlich nicht mehr gewachsen ist. © Sebastian Schaffner

Kontrovers haben die Nentershäuser Gemeindevertreter in einer Sondersitzung über eine einsturzgefährdete Feldwegbrücke in Weißenhasel diskutiert.

Weißenhasel – Das Parlament gab mit der absoluten Mehrheit der SPD 35 000 Euro frei. Mit dem Geld sollen allerdings erst einmal nur die neue Brücke sowie eine Behelfsbrücke geplant und die Kosten geprüft werden. Der tatsächliche Neubau dürfte wesentlich teurer werden.

Die Brücke aus den 30er-Jahren, die den Radweg in Richtung Sontra-Hornel über die Hasel führt, ist bereits weitgehend gesperrt. Lediglich Radfahrer und Fußgänger dürfen die einzige Zufahrt von Weißenhasel in Richtung Dembach noch überqueren.

Das Ingenieurbüro Rother & Partner aus Eschwege hatte festgestellt, dass „sich das gesamte Bauwerk in einem sehr bedenklichen Zustand“ befinde und „die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben“ sei. Es rät dem Bauamt in einem Schreiben „dringend zur Sanierung des Bauwerks“. Teile der Brücke im Randbereich sind schon abgebrochen.

CDU: 35.000 Euro sind zu viel Geld für die Planung

Aus Sicht von Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD) gibt es nun zwei Möglichkeiten: Entweder die Gemeinde baut ein komplett neues Brückenbauwerk oder sie nutzt die vorhandenen Auflieger und legt lediglich eine neue Brückenplatte drüber. „Die Frage ist, ob die zweite Variante überhaupt auf Dauer hält“, so Hilmes, der den Abgeordneten ein neues Brückenmodell vorstellte. Vor anderthalb Jahren habe ein vergleichbares Bauwerk in Bad Sooden-Allendorf 190 000 Euro gekostet.

Die CDU (fünf Sitze) übte Kritik. „Aus unserer Sicht sind 35 000 Euro zu viel Geld für die Planung einer Feldwegbrücke“, sagte Oppositionsführer Nico Schmidt. Die Christdemokraten hatten vorgeschlagen, vorerst nur 20 000 Euro freizugeben, um „mit mehr Vorbereitungszeit und auf Basis neuer Daten“ weitere Entscheidungen zu treffen. Schmidt kritisierte, die Abgeordneten seien erst durch die Tischvorlage über die Höhe der Kosten informiert worden.

Die SPD (zehn Sitze) sah das anders. „Wenn wir jetzt weniger Geld zur Verfügung stellen und die Verwaltung in zwei Wochen feststellt, dass mehr benötigt wird, müssen wir es wieder freigeben“, sagte die Fraktionsvorsitzende Carmen Bornschier.

Wichtig sei, und da waren sich beide politischen Lager einig, dass jetzt schnell gehandelt werden müsse, damit die betroffenen Landwirte bald nicht mehr lange Umwege fahren müssen. Gegenfinanziert werden sollen die 35 000 Euro, indem Geld für die Sanierung der Barbarastraße in Nentershausen zurückgestellt wird. (Sebastian Schaffner)

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