DLRG-Meisterschaften: Schwimmen und Leben retten

Disziplin „Retten“: Daniel Sandrock schwimmt mit einer Puppe durchs Wasser.

Rotenburg. Dichtes Gedränge herrschte am Samstag im Rotenburger Hallenbad: Mehr als hundert Sportler bereiteten sich auf ihre Wettkämpfe vor oder wärmten sich im Kinderbecken, dazu zahllose Zuschauer und Helfer am Beckenrand.

Die Rotenburger Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) richtete die jährlichen Kreisverbandsmeisterschaften aus.

Unter den Wettkämpfern befand sich auch Kristin Schwarz aus Heinebach. Die 21-jährige Maschinenbau-Studentin ist die beste Schwimmerin der Rotenburger Ortsgruppe und hat schon zwei-mal an den hessischen Meisterschaften teilgenommen. In einer Pause zwischen zwei Disziplinen erzählt sie, wie sie zur DLRG kam.

Weil sie als Kind so liebend gern im Wasser war, sagt Kristin lachend, meldeten ihre Eltern sie bei der DLRG an, als sie sieben Jahre alt war. Kristin: „Das ist eigentlich relativ spät.“ Ein Leben ohne Schwimmen kann sie sich nicht vorstellen, und wichtig ist ihr auch die Gemeinschaft, die der Verein bietet: „Zusammen schwimmen, trainieren, sich zusammen freuen.“

Der Aspekt der Lebensrettung, für die die DLRG ausbildet, ist ebenfalls wichtig, auch, weil er das Training abwechslungsreich macht. Außerdem engagiert sich Kristin, indem sie Dienst in den Freibädern in Rotenburg und Melsungen leistet. „Pflasterchen kleben, Kinder trösten“ - auch das gehört zur Unterstützung des Bademeisters. In diesem Jahr wird sie mit einer Gruppe der DLRG nach Heiligenhafen fahren, um an der Ostseeküste Wachdienst zu leisten.

Oliver Weber, stellvertretender Vorsitzender der Rotenburger Ortsgrupe, lobt die 21-Jährige, die auch das Abzeichen Rettungsschwimmer-Gold trägt: Sie bringe neben großem Talent auch die nötige Disziplin mit.

Fünfmal pro Woche

Zu den Nachwuchstalenten der DLRG zählen auch Webers elfjähriger Sohn Oskar und dessen Freund Jannik. Seit vier beziehungsweise zwei Jahren sind beide dabei und begeisterte Schwimmer. Fünfmal in der Woche geht Oskar oft ins Wasser.

Der Grund, warum Oskar neben Judo und Laufen das Schwimmen bei der DLRG so liebt: „Das ist der einzige Sport, bei dem man Leben retten kann.“

Von Achim Meyer

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