44-Jähriger kommt von Uniklinik Münster

Dr. Dieter Fischer ist neuer Chefarzt am HKZ in Rotenburg

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Mit Blick fürs Wesentliche: Privatdozent Dr. Dieter Fischer behandelt auch als Chefarzt der Kardiologie am Rotenburger HKZ regelmäßig Patienten selbst. Das sei wichtig, um das Team kennenzulernen. Foto:  Deppe

Rotenburg. Er will die Effektivität der Behandlungen steigern und damit kürzere Liegezeiten für Patienten erreichen: Seit Anfang April ist Dr. Dieter Fischer neuer Chefarzt der Kardiologie im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum. Er ist begeistert von den Ressourcen der Klinik.

Die Wände in Dieter Fischers Büro sind kahl. Kein Bild, keine Fotos, keine eingerahmten Zertifikate, wie sie in den Büros anderer Ärzte hängen. Das soll sich ändern, sobald neue Möbel da sind. „Ein bisschen was will ich hier schon noch machen“, sagt der 44-Jährige, „schließlich verbringt man in seinem Büro ja mehr Zeit als im eigenen Wohnzimmer.“ 

Fischer, der aus dem Emsland stammt und in Hannover studiert und eine Facharztausbildung absolviert hat, kommt von der Uniklinik in Münster nach Rotenburg. In Westfalen hatte er zuletzt als leitender Oberarzt gearbeitet. Dort sei – wie schon in Hannover – das HKZ bekannt gewesen. Der Einstand sei ihm in den ersten Wochen leicht gemacht worden. „Das ganze Team hat mich sehr offen und freundlich aufgenommen“, sagt er. Das Team, das sind neben Oberärzten und Pflegepersonal auch drei weitere Chefärzte. Mit Prof. Dr. Holger Nef, Dr. Stefan Steiner und Dr. Reinhard Funck tauscht sich Fischer eng aus. „Die breite Palette der Herzkrankheiten kann man heute gar nicht mehr mit nur einem Chefarzt auffangen“, sagt er und kündigt an, bestehende Probleme in seinem Bereich nach und nach abbauen zu wollen. 

Eine leitliniengerechte Kardiologie wolle er entwickeln. Das bedeute, sich an Studien und fachgerechte Empfehlungen zu halten. „Alles, nur keinen Freestyle“ will er und dabei die Effektivität der Behandlungen steigern, was kürzere Liegezeiten für die Patienten bedeuten würde. „Das geht, wenn wir die Ressourcen hier optimal nutzen.“

Von eben diesen Ressourcen schwärmt Fischer geradezu. „Wir sind ein kardiologischer Maximalversorger. Es gibt in Sachen Herz nichts, was wir hier nicht machen könnten“, sagt er und betont den engen Draht zu allen anderen Abteilungen. Besonders das Zusammenspiel von Kardiologie, Herzchirurgie und Pneumologie, der Lungenheilkunde, sei wichtig. „Das eine ist nicht gut möglich ohne das andere“, sagt Fischer, dessen Fachgebiet die invasive Kardiologie ist. Dazu zählt alles, was mit der Durchblutung des Herzens zu tun hat.

Obwohl er als Chefarzt stark in Verwaltungs- und Koordinationsaufgaben eingebunden ist, behandelt Fischer regelmäßig Patienten selbst. „Das ist auch wichtig für das Kennenlernen des Teams“, sagt er. Zudem wolle er in jeder Woche jede Station besuchen. Vielleicht empfängt er Besuch auch schon bald in seinem Büro – sobald die Möbel da sind.

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