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Ein Narrenfest der Fabelwesen im Stiftsbezirk

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Die ersten Teile der lebenden Installation des Theater Anu stehen schon.
Wer sitzt eigentlich im Käfig? Die ersten Teile der lebenden Installation des Theater Anu stehen schon. © Steffen Sennewald

Im Park an der Stiftsruine entsteht zurzeit eine lebende Installation“ des Theaters Anu. Mit Fabelwesen sollen so die Besucher auf das Stück „Notre Dame“ eingestimmt werden.

Bad Hersfeld – Die Besucher des Festspielstücks „Notre Dame“ können bereits vor den Vorstellungen in der Stiftsruine in die Atmosphäre der Welt von Quasimodo, Esmeralda und allen anderen eintauchen und sich inspirieren lassen. Denn im Park an der Stiftsruine entsteht das „Chimærium – eine lebende Installation“ mit phantastischen Wesen, sogenannten Chimären.

Der Stiftspark wird zu einer Art Jahrmarkt, der 90 Minuten vor den jeweiligen Vorstellungen zum Leben erwacht – zum ersten Mal zur Premiere am 1. Juli. Das teilen die Bad Hersfelder Festspiele in einer Pressemeldung mit. Der Aufbau läuft derzeit rund um die Ruine.

Das Theater Anu, das die Besucher der Festspiele und der Stadt Bad Hersfeld mehrfach mit phantasievollen und aufregenden Installationen und Inszenierungen begeistert hat, wird diese neue Welt im Stiftspark passend zu „Notre Dame“ schaffen,

Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre Dame“ und Joern Hinkels Inszenierung „Notre Dame“ in der Stiftsruine beginnen mit dem traditionellen Narrenfest, Das Volk tummelt sich auf den Plätzen und in den Gassen von Paris. Die Stände scheinen für einen Tag aufgehoben zu sein: Bettler spielen Könige, Aussätzige karikieren Geistliche ...

Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Wahl zum Narrenpapst. Je hässlicher und skurriler die Bewerber, desto lauter das Geschrei der begeisterten Menge. Der entstellte und fast taube Glöckner von Notre-Dame Quasimodo wird zum Gewinner erklärt und als Papst verkleidet durch die Gassen getragen.

Angelehnt an diese Szene wird der Stiftspark mit dem „Chimærium – eine lebende Installation“ also zu einer Art Jahrmarkt. Dafür werden fünf unterschiedlichen Gehege und Käfige aufgebaut. Darin werden Wesen gezeigt, die der phantastischen Literatur genauso entspringen wie Mythologien aus aller Welt.

In einem Mix aus Skulpturen, Bühnenräumen, Ausstellungsstücken, wissenschaftlichen Tafeln und Toncollagen entsteht der Eindruck einer Wandermenagerie wie sie auf den Jahrmärkten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu sehen waren. Das Thema, das Victor Hugo in seinem Roman entwickelt, vom körperlich eingeschränkten Quasimodo, der zunächst beinahe wie ein Tier erzogen und gehalten wird, über Esmeraldas dressierte Ziege Djali bis hin zu den mystischen Skulpturen, die die Kathedrale Notre-Dame „bewohnen“, wird in der Erlebniswelt des Theaters Anu aufgegriffen, reflektiert, gespiegelt und vertieft.  (red/kai)

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