1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Ein Ort, der die Nacht zum Tag macht: Die Rohrbacher Eulen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die Eule im Vereinslogo, etwa auf der Kleidung von Kirmesbursche Niclas Reinmöller .
Die Eule im Vereinslogo, etwa auf der Kleidung von Kirmesbursche Niclas Reinmöller. © Märthe Werder

Fast jeder Ort hat ihn: einen Uznamen. In unserer Serie erklären wir heute, warum die Rohrbacher auch Eulen genannt werden.

Rohrbach – Wie die Rohrbacher zu ihrem Spitznamen gekommen sind, ist nirgendwo schriftlich festgehalten. Die Bezeichnung Eulen tragen sie vermutlich, weil die Rohrbacher gerne weggehen und erst sehr spät am Abend oder früh am nächsten Morgen wieder nach Hause kommen, vermutet Joachim Sust, Ortsvorsteher von Rohrbach.

Es soll auch ein Gedicht über die Rohrbacher geben, doch den Einwohnern des Ortes ist allerdings nur noch der Anfang bekannt. Dieser lautet wohl: „Die Rohrbacher Eibel (Eulen) gucken wie die Deibel (Teufel)“. Von wem das Gedicht ist oder wie es weiter geht, bleibt im Verborgenen.

Die meisten Eulen sind nachtaktiv. Sie schlafen tagsüber und gehen in der Nacht auf die Jagd. Vielleicht kann man das auch so auf das Wesen der Rohrbacher übertragen ?

Die Rohrbacher Kirmesburschen tragen die Eule auf ihren Hemden. Hier passt der Vergleich zu den nachtaktiven Tieren auf alle Fälle – nachts wird auf der Kirmes gefeiert und am Tag danach wird erst mal der Schlaf nachgeholt.

Die Kirmesburschen gibt es seit 1989. Laut Sust hatte sie mal einen Uhu auf einer Stange dabei. Daran kann sich Niclas Reinmöller nicht erinnern, der seit neun Jahren Teil der Gruppierung ist. Zur Kirmes finde sich die Eule vielfach in der Deko wieder. Unter anderem im Kirmeszelt oder am Wagen, sagt Reinmöller. Auch auf den Faltblättern für die Veranstaltung ist die Eule zu sehen.  mlw

Auch interessant

Kommentare