„Ein Pferd ist eben kein Portemonnaie“

Ein Riesenproblem allerdings ist laut Christian Rüppel, dass es sich bei den von der Pferderasse völlig unterschiedlichen Tieren um einen Hengst und eine Stute handelt. „Es wäre wichtig, den Reitpony-Hengst schnellstens zu kastrieren – sonst könnte eine abenteuerliche Mischung entstehen“, befürchtet der gelernte Landwirt.

Aber das sei zurzeit – rechtlich betrachtet – eine ziemlich unsichere Sache. Denn zuständig für die beiden Tiere ist offiziell das Rotenburger Fundbüro. Und das muss sich angesichts der außergewöhnlichen Fundsache erst mal schlau machen. Denn als solche gelten die beiden Pferde. Und müssen laut Gesetz auch – wie alles andere – ein halbes Jahr lang aufbewahrt werden. „Sollte die Familie Wagner einverstanden sein, würden die Tiere nach Ablauf dieser Aufbewahrungsfrist dann in ihr Eigentum übergehen“, erklärt Katharina Peters vom Rotenburger Fundbüro.

Dort wird zurzeit geklärt, wie mit den Pferden weiter verfahren werden soll und wer für die entstehenden Kosten aufkommen muss. Auch für die Mitarbeiter des Fundbüros ein außergewöhnlicher Fall. Denn: „Ein Pferd ist eben kein Portemonnaie – bei einer solchen üblichen Fundsache stellen sich Probleme und Fragen wie Futterkosten und Kastration eben nicht“, sagt Christian Rüppel. (pgo)

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