Offene Trauergruppe besteht seit einem Jahr - Treffen jetzt im Altenzentrum

Eine andere Art von Verstehen

Das Foto zeigt von links Bärbel Haack und Elke Barth, die Leiterinnen der Trauergruppe, im Altenzentrum. Foto: Walger

Rotenburg. Seit einem Jahr gibt es die Trauergruppe des Regionalen Hospizvereins Rotenburg. Bärbel Haack und Elke Barth haben die Gruppe ins Leben gerufen. Beide sind ausgebildete Trauerbegleiterinnen. Seit September finden die monatlichen Treffen nicht mehr im Krankenhaus statt, sondern im neuen Altenzentrum.

„Es gab mehrere Gründe für den Umzug“, erläutert Bärbel Haack. Für einige Trauernde, deren Angehörige im Krankenhaus gestorben waren, sei der Ort zu leidvoll besetzt gewesen. Und das Altenzentrum sei aufgrund seiner zentralen Lage und seiner angenehmen Räumlichkeiten ideal. Sie seien sehr dankbar dafür, wie offen und hilfsbereit Heimleiterin Bettina Wolf und ihre Mitarbeiterinnen sie aufgenommen hätten, erzählt Elke Barth.

Fest zusammen gewachsen ist die Gruppe inzwischen, berichten die beiden. Trotzdem sind neue Mitglieder jederzeit sehr herzlich willkommen. In der Gruppe haben die Trauernden Gelegenheit, sich in einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre auszutauschen. „Das geht manchmal besser als mit Angehörigen“, erklärt Bärbel Haack. Denn Angehörige seien selbst unmittelbar betroffen und manchmal eben auch überfordert.

Sicherheit und Halt gäben sich die Mitglieder gegenseitig - und machten einander Mut. „Wenn man sieht, da ist jemand, der hat das gleiche erlebt wie ich, das gibt eine andere Art von Verstehen.“ Zum Beispiel dafür, dass Trauer viel Zeit braucht und unterschiedliche Phasen durchläuft. Selbstverständlich dringe nichts von dem, was besprochen wird, nach außen. Auch gemeinsame Unternehmungen am Wochenende finden von Zeit zu Zeit statt.

Die Trauergruppe trifft sich regelmäßig an jedem zweiten Dienstag im Monat von 18 bis 20 Uhr im Gruppenraum (ausgeschildert) des Kreisaltenzentrums Rotenburg (Steinweg 17). Sie ist jederzeit offen für neue Teilnehmer. Neben der Gruppe gibt es auch die Möglichkeit einer individuellen Trauerbegleitung durch den Hospizverein. (yve)

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