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Gemeinde Ronshausen will 2022 vor allem in zwei Bauprojekte investieren

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Von: Sebastian Schaffner

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Soll ein weiteres Gebäude für zwei zusätzliche Krippengruppen bekommen: Die evangelische Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Ronshausen.
Soll ein weiteres Gebäude für zwei zusätzliche Krippengruppen bekommen: Die evangelische Kindertagesstätte „Regenbogen“ in Ronshausen. © Sebastian Schaffner

Die Gemeinde Ronshausen will in diesem Jahr 1,38 Millionen Euro investieren. Mehr als die Hälfte ist für die Erweiterung der Kita „Regenbogen“ vorgesehen. Der zweitgrößte Posten im Investitionsplan ist die Dachsanierung im Badepark.

Ronshausen - Diesen Plan hat Bürgermeister Markus Becker (CDU) bei der Gemeindevertretersitzung im Haus des Gastes vorgestellt. „Wir sind auf dem richtigen Weg und blicken in eine positive Zukunft“, sagte Becker bei der Vorstellung des Haushaltsplans, der ein Volumen von rund fünf Millionen Euro aufweist. Das 211 Seiten dicke Zahlenwerk von Kämmerer Thomas Aschenbrenner gilt offiziell als ausgeglichen. Es weist jedoch ein Minus von rund einer halben Million Euro auf, das dank der in den vergangenen Jahren angesparten Rücklagen ausgeglichen werden kann. Die Rücklagen sind dann allerdings nahezu aufgebraucht. „Der hohe Fehlbedarf ist insbesondere auf Aufwendungen zurückzuführen, die nicht jedes Jahr anfallen“, so Becker. Unter anderem habe die Bekämpfung der Corona-Pandemie zu außerplanmäßigen Kosten geführt.

Rund eine Million Euro will die Gemeinde vor allem in zwei Großprojekte investieren: 750 000 Euro sollen in die Erweiterung der evangelischen Kindertagesstätte „Regenbogen“ fließen. „Die vorhandene Kapazität zur Betreuung von Krippenkindern ist nicht mehr ausreichend“, sagte Becker. Um den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung zu erfüllen, sei ein zusätzliches Gebäude für zwei weitere Gruppen vorgesehen.

Im Badepark will die Gemeinde das Dach sanieren, um dann die Solaranlage austauschen und eine Photovoltaikanlage installieren zu können.
Im Badepark Ronshausen will die Gemeinde das Dach sanieren, um dann die Solaranlage austauschen und eine Photovoltaikanlage installieren zu können. © Sebastian Schaffner

320 000 Euro will die Gemeinde zudem für eine Sanierung im Badepark ausgeben. Das sei notwendig, erklärte der Bürgermeister, weil sich bei der Planung zum Austausch der Solaranlage und der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Freibadgelände herausgestellt habe, dass das Dach saniert werden müsse.

Weitere anstehende Investitionen sind vergleichsweise weniger kostspielig, darunter ein Mannschaftstransportwagen für die Freiwillige Feuerwehr, ein Schneepflug, ein Holzhäcksler und vier neue Straßenlampen.

Die Hebesätze der Grundsteuern A und B bleiben laut dem vorgelegten Haushaltsplan bei 600 Prozent, die Gewerbesteuer bei 370 Prozent. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 1842 Euro.

Als „größtes Zukunftsprojekt“ bezeichnete Bürgermeister Becker den geplanten Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Ronshausen. Dafür seien in den kommenden beiden Jahren insgesamt sechs Millionen Euro eingeplant.

Die Fraktionen haben nun drei Wochen Zeit, sich zu beraten. Verabschiedet werden soll der Haushalt am 7. April.

Von Sebastian Schaffner

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