Ausstellung eröffnet – Werke von Hundertwasser und Hasegawa sind bis Mai zu sehen

Im Einklang mit der Natur

Typisch Hundertwasser: „Das Haus ist das Spiegelbild des Menschen“ ist Titel des Bildes, das sich, von links, Martin Schaub, Renate Jentsch und Brigitte Berge ansehen. Foto: Meyer

Rotenburg. Die Begeisterung der ersten Besucher der neuen Ausstellung im Rotenburger Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur war spür- und hörbar: „Die Farben machen mich glücklich“, sagt ein Gast, „traumhaft“ findet ein anderer die Bilder von Friedensreich Hundertwasser. Eine weitere Besucherin erfreut sich an der „Zartheit der Farben“ in den Werken von Shoichi Hasegawa.

Gemalte Wahrnehmung

Der Rundgang durch die Ausstellung Orient und Okzident mit Werken des österreichischen Künstlers Hundertwasser und des Japaners Hasegawa folgte auf die offizelle Eröffnung bei einem Festakt am Freitag im Rotenburger Schloss. Kunstkennerin Rita Wetzel fand einfühlsame Worte, um den Gästen den berühmten Hundertwasser näher zu bringen. Menschenwürdiges Leben im Einklang mit der Natur sei sein Anliegen. „Er malt nicht, was er im Äußeren sieht, sondern was er im Inneren wahrnimmt.“

Dr. Walther Keim ergänzte ein Zitat Hundertwassers: „Wenn ich male, träume ich. Wenn der Traum zu Ende ist, erinnere ich mich nicht daran, was ich geträumt habe. Das Bild aber bleibt. Es ist die Ernte des Tages.“ Dem Japaner Hasegawa bescheinigte Wetzel eine „filigrane Leichtigkeit in seinen Bildern“.

Keim blickte erfreut zurück auf die Entwicklung des Muzkkka-Museums. „Es gibt wohl kaum ein Museum in der Bundesrepublik, das mit so wenig Ressourcen an Geld und Personal so viel auf die Beine stellt.“ Bürgermeister Manfred Fehr nannte das Museum „eine Bereicherung für die Stadt“, auch, weil Gäste nach dem Museumsbesuch noch für Stunden in der Stadt verweilten.

Ausgestellt sind 160 Exponate, darunter zahlreiche Holzschnitte, also mit japanischer Holzschnitttechnik gefertigte Drucke - siehe Hintergrund.

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt neun Euro, Kinder bis zwölf Jahre zahlen vier Euro. Jeden Sonntag um 11 Uhr und jeden ersten Mittwoch im Monat um 18 Uhr finden Führungen statt. Die Ausstellung ist bis 15. Mai geöffnet.

Von Achim Meyer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.