Gemeinde Wildeck erhofft sich Mehreinnahmen von bis zu 10 000 Euro pro Jahr

Eintritt für Bad wird teurer

Beliebt bei Jung und Alt: die Kleinschwimmhalle in Obersuhl. Die Nutzer müssen bald mehr für den Eintritt zahlen. Archivfoto: nh

Wildeck. Die Nutzer der Kleinschwimmhalle müssen ab 1. Januar 2015 tiefer in die Tasche greifen. Einstimmig hat die Wildecker Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für die Neufassung der Gebührenordnung der Gemeinde für das Bad gegeben.

Für eine Einzelkarte zahlen Erwachsene in Zukunft drei Euro (bisher zwei Euro), Kinder und Jugendliche zwei Euro (bisher ein Euro), Zehnerkarten kosten dann für Erwachsene 27 Euro statt 18, für Kinder und Jugendliche 18 statt acht Euro.

An Warmbadetagen wird der Eintrittspreis um einen Euro angehoben.

Die Gemeinde erhofft sich durch die Gebührenanhebung Mehreinnahmen von bis zu 10 000 Euro pro Jahr, teilte Bürgermeister Alexander Wirth mit.

Die Besucherzahlen im Bad sind in den vergangenen Jahren rückläufig: 2011 waren es 12 558 Besucher, 2012 zählte die Verwaltung 9176 Besucher, 2013 waren es 7006. Auch das berichtete Bürgermeister Wirth.

Die Gemeindevertretung hatte in ihrer Sitzung im November beschlossen, den Gemeindevorstand damit zu beauftragen, die Eintrittspreise für die Kleinschwimmhalle schnellstmöglich den Preisen des Freibades anzupassen. Einen entsprechenden Antrag hatte Gerhard Bick (FDP) gestellt.

Die Betriebskommission hatte dem Gemeindevorstand dann die jetzt beschlossene Gebührenanhebung empfohlen. Zuletzt waren die Eintrittspreise für das Bad im Jahr 2002 gestiegen. Die Gemeindevertreter waren sich einig, dass nach so langer Zeit eine Anhebung mehr als gerechtfertigt sei.

SPD: Defizit wird geringer

„Die Anhebung ist überfällig“, sagte Bernd Sauer, der Fraktionschef der FWG. „Die meisten Badegäste werden diese Entscheidung verständnisvoll mittragen, da sie davon ausgehen, mit diesen Mehrausgaben ein Stück zum Erhalt ihrer Schwimmhalle beizutragen. „Mit Mehreinnahmen von 10 000 Euro durch die Anhebung der Eintrittspreise wird sich der jährliche Fehlbetrag der Schwimmhalle auf 78 000 Euro verringern“, betonte Michael Kaufmann (SPD).

Einstimmig beschloss die Gemeindevertretung außerdem, dass auch die ehemalige Jugendbegegnungsstätte – so wie es bei der Schwimmhalle bereits der Fall ist – im Haushalt der Gemeindewerke verbucht wird. Bislang stand die ehemalige Begegnungsstätte, in der jetzt ein Fitnessstudio untergebracht ist, im Haushalt der Gemeinde. Studio und Schwimmbad sind im gleichen Gebäude untergebracht und eine wirtschaftliche Einheit. Die Gemeinde hat von dieser Entscheidung vor allem steuerliche Vorteile. Sie spart Geld. Bislang konnte sie für die ehemalige Jugendbegegnungsstätte nur ein Viertel der 19 Prozent Mehrwertsteuer abziehen, jetzt kann die Gemeinde die Mehrwertsteuer zu 100 Prozent für das ganze Gebäude abziehen. Das erläuterte Bürgermeister Alexander Wirth vor der Abstimmung im Parlament. (dup)

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