Festwoche: Abschluss der Jakobikirchen-Sanierung wird gefeiert

Eingerüstet bis unters Dach: Im Chorraum müssen Risse ausgebessert werden. Im Bereich der Treppe wurden zwei historische und bislang zugemauerte Nischen freigelegt, die künftig offen bleiben sollen. Der Boden des Chorraumes soll mit Steinen aus dem Kirchenschiff belegt werden, die wegen der neuen Heizungsanlage dort nicht mehr eingesetzt werden können. Fotos: Schäfer-Marg

Rotenburg. Diesen Termin sollte man sich vormerken: Die Wiedereinweihung der Jakobikirche nach jahrelanger Sanierung ist für Sonntag, 25. August 2013, geplant.

Mit einem Festgottesdienst beginnt auch eine Festwoche mit vielen Konzerten zu diesem Anlass, kündigte Pfarrer Michael Dorfschäfer während einer Baustellenbesichtigung an.

Eiskalt ist die Jakobikirche in Rotenburg zurzeit. Eiskalt und dunkel. Die Handwerksarbeiten zur Innensanierung ruhen wegen der niedrigen Temperaturen. Insgesamt ist man aber schon ein gutes Stück voran gekommen, erklärt Pfarrer Dorfschäfer.

Die Vorbereitungen für eine neue Heizungsanlage sind getroffen, Gräben für die Warmwasser-Zufuhr gezogen. Diese Anlage soll später für eine Grundwärme in der Kirche sorgen, zusätzlich werden die Sitzbänke elektrisch beheizt. Auch Wände und Lehmputzdecken unter den Emporen sind ausgebessert und mit einem neuen Unterputz versehen worden.

Im Chorraum stehen die Gerüste bis unter das Dachgewölbe, hier müssen noch Risse ausgeglichen werden. Untersucht wird dann gleich auch, welche Deckenfarben die Kirche in ihrer jahrhundertealten Geschichte getragen hat. Das ist wichtig, weil im März über die künftige Farbgebung der Kirche entschieden werden soll. Fest steht, dass es bei der bisherigen Rot-Grün-Kombination, die aus den 60er-Jahren stammt, nicht bleiben soll. Wie die Kirche gestrichen wird, ist allerdings noch offen. Der Bauausschuss wird in Absprache mit der Denkmalpflege entscheiden. Dazu werden verschiedene Musterflächen vorbereitet, sagt Pfarrer Dorfschäfer.

Auch die Beleuchtung wird derzeit geplant. Ein Teil der alten Hängeleuchten soll wieder verwendet werden - allerdings mit moderner Elektronik. Wandleuchten und die Eingangsbeleuchtung werden noch ausgesucht.

Auch das Projekt „Kirche und Kunst" läuft bereits: zwei Künstler wurden um Entwürfe für ein neues Altarkreuz, ein Lesepult und Kerzenhalter gebeten. Ein neuer Taufständer gehört ebenfalls zu diesem Mobiliar für den Altarraum. Er soll die historische Taufschale aus dem Schloss tragen. Eine Jury, zu der auch Vertreter der Landeskirche gehören, wird den Zuschlag erteilen.

Wer mehr über die Geschichte der Jakobikirche wissen möchte, kann sich schon jetzt einen Termin notieren: Am Donnerstag, 28. Februar, lädt die Kirchengemeinde gemeinsam mit dem Geschichtsverein zu einem Vortrag über die Baugeschichte ein. Die Veranstaltung findet ab 19.30 Uhr im Bonhoeffer-Haus statt.

Ab Frühjahr soll es erneut Baustellenführungen geben, in denen Interessierte mehr über die Sanierung erfahren können.

Von Silke Schäfer-Marg

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