HNA-Interview: Ursula Hieronymus zur Zukunft des Weihnachtsmarktes in Rotenburg

Eislauf - eine tolle Sache

Sehr beliebt: die Schlittschuhbahn auf dem Rotenburger Weihnachtsmarkt. Bis Sonntagabend besteht noch die Möglichkeit zum Schlittschuhlauf auf dem Marktplatz. Dann muss die Bahn abgebaut werden. Foto: Schaake

Rotenburg. Schlittschuhlaufen auf dem Rotenburger Marktplatz - diese Attraktion bietet in diesem Jahr der Verein Weihnachtsmarkt Rotenburg. Wir sprachen mit der Vorsitzenden des Vereins, Ursula Hieronymus.

Frau Hieronymus, wie ist denn die Resonanz auf die Schlittschuhbahn?

Hieronymus: Sie kommt sehr gut an - gerade beide den Kindern. Viele finden die Schlittschuhbahn toll und sagen, das ist mal was anderes.

Der Weihnachtsmarkt schließt am Sonntagabend. Bleibt die Schlittschuhbahn noch ein paar Tage oder Wochen stehen?

Hieronymus: Nein. Wir sind an den Vertrag gebunden. Deshalb muss die Bahn nach der Schließung des Weihnachtsmarktes wieder abgebaut werden.

Werden Sie diese Attraktion auch im nächsten Jahr anbieten?

Hieronymus: Wenn es sich finanziell ermöglichen lässt, werden wir das machen. Die Bahn kostet mit allem Drum und Dran 15 000 Euro. Wir sind sehr glücklich, in diesem Jahr einige Sponsoren gefunden zu haben. Die brauchen wir dringend auch für das nächste Jahr. Sonst lässt sich das nicht realisieren.

Haben Sie für den Weihnachtsmarkt 2010 etwas Besonderes geplant?

Hieronymus: Ja. Wir müssen auch an den Erhalt unserer Buden denken. Für das nächste Jahr sind dringend neue Dächer erforderlich. In diesem Zusammenhang denken wir darüber nach, auf jede Bude einen Schwibbogen zu setzen. Eine festliche Beleuchtung der Buden ist eine weitere Attraktion für unseren romantischen Weihnachtsmarkt. Die Schwibbögen finanziert der Verein.

Wie ist der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr gelaufen? Haben Sie die Wirtschaftskrise gespürt?

Hieronymus: Ich glaube behaupten zu können, die Umsätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verschlechtert. Und das ist doch ein echter Erfolg. Und auch die Besucherzahlen waren sicher ein wenig höher als im Vorjahr. Da können wir doch zufrieden sein.

Man hatte den Eindruck, dass diesmal viel weniger Busse nach Rotenburg gekommen sind.

Hieronymus: Ja. Dass weniger Busse unterwegs sind, ist einfach ein Zeichen der Zeit. Das ist auch eine Generationenfrage. Busfahrten drohen auszusterben, weil die jüngeren Generationen ganz andere Ziele haben. Und sie haben auch andere Freizeitansprüche.

Wie könnte man da in Sachen Rotenburg-Tourismus gegensteuern?

Hieronymus: Rotenburg geht doch gute Wege. Ein Beispiel ist das neue Museum für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur - Muzkkka. Das ist eine Attraktion für Rotenburg und die Region. Ich habe mir die Dalí-Ausstellung angesehen - die ist doch Klasse. Auch die Stadt Rotenburg unterstützt finanziell den Weihnachtsmarkt - und dafür ist der Verein sehr dankbar. Die Zusammenarbeit ist völlig unkompliziert.

Von Manfred Schaake

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.