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Eiterfeld arbeitet an drei großen Radweg-Projekten

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Eine Familie mit Fahrräder rastet auf dem  Kegelspiel-Radweg, der durch die Gemarkung Eiterfeld führt.
Vor allem in den Sommermonaten ist der Kegelspiel-Radweg, der durch die Gemarkung Eiterfeld führt, ein beliebter Ausflugsort für Touristen und Einheimische. © Hünfelder Zeitung/Archiv

Gleich drei große Radweg-Projekte stehen bei der Marktgemeinde Eiterfeld auf dem Programm, die noch in diesem Jahr fertiggestellt werden sollen.

Eiterfeld – Zwei davon finden in Zusammenarbeit mit zwei weiteren Kommunen statt. Das erste große Vorhaben wird in kommunaler Zusammenarbeit mit der Point-Alpha-Gemeinde Rasdorf umgesetzt. Konkret geht es um eine direkte Verbindung von Großentaft (Gemarkung Eiterfeld) nach Rasdorf auf einer Länge von insgesamt 3,6 Kilometern. 1,6 Kilometer befinden sich dabei auf dem Gebiet der Marktgemeinde. Dazu wird ein bestehender Wirtschaftsweg zu einem Radweg mit einer Breite von drei Metern plus je 50 Zentimetern Bankette auf beiden Seiten asphaltiert. Der neue Radweg stellt damit auch eine Verbindung zum Kegelspiel-Radweg dar und wird die beiden Orte entlang der Landesstraße 3170 auf schnellstem Wege verbinden. „Eine Anbindung zu Rasdorf bestand bislang nicht“, erklärt Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig).

Die Ausschreibungen befinden sich bereits in der Vorbereitung, sodass mit einem Baubeginn im Sommer gerechnet wird, wie Bürgermeister Scheich informiert. Veranschlagt ist eine Gesamtinvestitionssumme von 1,6 Millionen Euro, für Eiterfeld bedeutet das einen Anteil von rund 755 000 Euro. Das Land Hessen fördert das Projekt mit 80 Prozent aus dem Programm „Stadt und Land“, der Landkreis trägt ebenfalls eine 50-prozentige Förderung der verbleibenden 20 Prozent bei.

Zweites Projekt, um den Radverkehr in der Marktgemeinde noch attraktiver zu gestalten, ist die kommunale Zusammenarbeit mit der Stadt Hünfeld. Hier ist vorgesehen, eine 1,9 Kilometer lange Verbindung zwischen Leimbach (Eiterfeld) und Malges (Hünfeld) herzustellen. 750 Meter befinden sich dabei in der Gemarkung Eiterfeld. „Ein gut ausgebautes Radwegenetz ermöglicht den Menschen, öfters auch mal das Auto stehen zu lassen und stattdessen auf das Rad zu steigen. Das wollen wir fördern“, betont Scheich.

Der Weg zwischen Leimbach und Malges – der ebenfalls auf drei Meter Breite plus die vorgeschriebenen 50 Zentimeter breiten Bankette ausgebaut wird - biete die Möglichkeit, von Hünfeld aus sicher auf den Kegelspiel-Radweg zu gelangen. Bislang würden Radfahrer dazu vermehrt die Landstraßen nutzen.

Investiert wird eine Gesamtsumme von etwa 370 000 Euro, auf Seite der Marktgemeinde sind es rund 165 000 Euro. Auch hier steuert das Land Hessen 80 Prozent dazu, der Landkreis übernimmt 50 Prozent der verbleibenden 20 Prozent. Derzeit werden noch Baugrunduntersuchungen durchgeführt, doch der Rathauschef sieht einem Baubeginn in diesem Jahr zuversichtlich entgegen.

Letzte und eigenständige Baumaßnahme ist die Verbindung zwischen Fürsteneck und Oberweisenborn, die bis an die Kreisgrenze nach Schenklengsfeld führen soll. Somit würde eine Verbindung zwischen dem Kegelspiel- und dem Solztal-Radweg, der von Schenklengsfeld nach Bad Hersfeld führt, hergestellt.

Dazu wird ebenfalls ein bestehender Wirtschaftsweg auf eine Breite von drei Metern plus die 50 Zentimeter breiten Bankette asphaltiert. Investiert werden rund 650 000 Euro; die Marktgemeinde erwartet aber auch hier die besagte Förderung von Land und Landkreis. Der Baubeginn ist ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen, gerade laufen noch Baugrunduntersuchungen.

„Meiner Ansicht nach sind das wichtige Investitionen, um den Alltagsradverkehr zu stärken, aber auch, um eine überregionale Attraktivität herzustellen“, unterstreicht Bürgermeister Scheich. (Harry Wagner)

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