Endlich Depot für Kleiderspenden an der Rotenburger Kaserne

Endlich in eigenen Räumen: Die ehrenamtlichen Helferinnen des DRK-Kreisverbandes Rotenburg sortieren Kleiderspenden und geben sie an Flüchtlinge in der Kaserne aus. Unser Bild zeigt von links: DRK-Kreisbereitschaftsführer Günter Wenczel, Gisela Grunwald, Ingeborg Kreisel, Sabine Messer, Zenzi Jäckel und Gerda Till. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Das Gebäude der früheren Wache am Eingangsbereich der Rotenburger Alheimer-Kaserne wird ab sofort sinnvoll genutzt. Nach einigen Renovierungsarbeiten ist nun eine Kleiderkammer des DRK-Kreisverbandes Rotenburg eingezogen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen geben dort Spenden direkt an die Flüchtlinge der Erstaufnahmeeinrichtung aus.

Lange hat es gedauert, bis man eine angemessene Lösung für Abgabe und Annahme der Kleiderspenden gefunden hatte, nachdem zunächst festgelegt worden war, dass die Kleiderkammer nicht direkt auf dem Kasernengelände untergebracht werden darf. Das sorgte für Frust - vor allem bei den Spendern, die lange Zeit verunsichert waren, weil sie nicht wussten, wohin mit ihren Gaben.

Jetzt können sie die gewaschenen oder gereinigten Kleidungsstücke, die ordentlich verpackt sein sollen, an der Wache abgeben oder - wenn keine ehrenamtlichen Helfer vor Ort sind - in Container vor der Wache werfen. Wer Kleider in Koffern oder Reisetaschen oder Rucksäcken spenden will - Gepäckstücke werden ebenfalls benötigt - kann sie ebenfalls vor der Wache abstellen, das Sicherheitspersonal räumt die Spenden dann in die alte Wache. Auch gut erhaltene Kinderwagen oder Buggys können gebracht werden.

„Wir würden uns freuen, wenn uns noch mehr Ehrenamtliche beim Sortieren und bei der Ausgabe der Kleider helfen könnten“, sagt Gisela Grunwald, die die Organisation der Kammer übernommen hat. Interessierte könnten sich beim Kreisverband in Rotenburg, Alte Wiese 6, (Telefon 06623/ 92 350) melden.

In der Wache steht für Frauen-, Männer- und Kinderbekleidung jeweils ein Raum zur Verfügung. Die Helferinnen sortieren die warmen Jacken, Pullover und Hosen und Schuhe nach Größen. Allerdings warten sie noch auf Regale, um das System perfektionieren zu können, erklärt Gisela Grunwald.

Dringend benötigt werden Kleidungsstücke für Männer in kleinen Größen, hat sich bereits gezeigt. Die Flüchtlinge sind durchschnittlich kleiner und zierlicher als die meisten deutschen Männer. Gebraucht werden außerdem Herrenschuhe und gut erhaltene Sportschuhe - die werden gern genommen. Auch an Mützen, Schals und Handschuhe für alle Flüchtlinge besteht noch Bedarf. Sogar für Leibwäsche, die ja üblicherweise selten gespendet wird.

Nicht gebraucht werden dagegen Bettwäsche, Handtücher oder Bettdecken. Wer so etwas abgeben möchte, kann es nach wie vor bei der Kleiderkammer an der Alten Wiese tun, sagt Kreisbereitschaftsführer Günter Wenczel, der froh ist, dass nun eine gute Lösung für die Kleiderspenden gefunden wurde.

Von Silke Schäfer-Marg

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