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Enttäuschung in Alheim und Rotenburg: Behörde lehnt Überquerungshilfe für Radfahrer ab

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Von: Carolin Eberth

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Das Foto zeigt eine Gruppe Radfahrer an der Kreuzung Braacher Brückchen/Hof Guttels: Wer hier mit dem Fahrrad über die B 83 will, wird auch weiterhin Gefahren ausgesetzt sein.
Die Kreuzung Braacher Brückchen/Hof Guttels: Wer hier mit dem Fahrrad über die B 83 will, wird auch weiterhin Gefahren ausgesetzt sein. © Christopher Ziermann

Alles Drängen aus Alheim und Rotenburg hat nichts genützt: Eine Überquerungshilfe für Radfahrer an der Kreuzung Braacher Brückchen/Hof Guttels wird es vorerst nicht geben.

Rotenburg/Alheim – Die Gudegrunder Bürger und die Alheimer CDU drängen seit August darauf, dass dort eine Überquerungshilfe für Radfahrer eingerichtet wird. Dieser Wunsch wird jedoch vorerst nicht in Erfüllung gehen, wie Bürgermeister Jochen Schmidt (parteilos) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Alheim mitteilte.

Ein CDU-Antrag in der September-Sitzung, dass der Gemeindevorstand mit Bürgermeister Schmidt an der Spitze dazu mit der Nachbar-Stadt Rotenburg und den Straßenverkehrsbehörden in Verbindung treten soll, war einstimmig im Alheimer Parlament beschlossen worden.

Die CDU-Fraktion fragte nun einen aktuellen Sachstandsbericht an. In diesem berichtete Schmidt, dass eine separate Querungshilfe ohne Einbindung in ein überregionales Radwegenetz aufgrund des derzeit nur mäßigen Radfahrverkehrs laut Verkehrsbehörde nicht möglich sei. Es habe dazu einen Vororttermin mit dem Regionalen Verkehrsdienst und Hessen Mobil gegeben.

Bürgermeister Schmidt: Bedauerlich, aber müssen Entscheidung akzeptieren

Außerdem berichtete Schmidt, dass er Kontakt mit Rotenburgs Bürgermeister Christian Grundwald aufgenommen habe, um gemeinsam in dieser Angelegenheit beim Landkreis weiterzukommen. Auch nach der Ablehnung hätten sie sich ausgetauscht. „Wir finden das zwar beide sehr bedauerlich, aber die Entscheidung muss unserer Meinung nach auch akzeptiert werden“, sagte Jochen Schmidt zum Sachstandsbericht.

Markus Finke (CDU) fragte den Bürgermeister nach seinem Vortrag, wie er auf die Einschätzung käme, dass der Radverkehr dort nur wenig frequentiert sei, und erkundigte sich, ob dort eine Zählung der Radfahrer stattgefunden habe. Eine solche Verkehrszählung – die Guttels-Kreuzung liegt auf Rotenburger Stadtgebiet – sei laut Schmidt jedoch ebenfalls verneint worden. Sowohl er als auch Finke bedauerten die Ergebnisse.

„Dann setzen wir weiterhin die Menschen, die dort mit dem Rad überqueren wollen, der Gefahr aus. Dessen müssen wir uns aber bewusst sein“, sagte Finke abschließend zur beklagenswerten Situation. (Carolin Eberth)

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