Vollsperrung bald aufgehoben

Bauarbeiten im Besengrund gehen gut voran

Maschinen und Handarbeit: Die Männer der Firma Strabag haben ordentlich angepackt und liegen im Zeitplan.
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Maschinen und Handarbeit: Die Männer der Firma Strabag haben ordentlich angepackt und liegen im Zeitplan.

Trotz der widrigen Witterungsbedingungen der vergangenen Wochen liegen die Bauarbeiten an der Landesstraße zwischen den Ludwigsauer Ortsteilen Rohrbach und Tann im Zeitplan.

Rohrbach/Tann - Spätestens am Montag, 23. August, soll die Vollsperrung wie geplant aufgehoben werden, erklärt Rainer Koch vom Gemeindevorstand in Ludwigsau, der zurzeit Bürgermeister Wilfried Hagemann vertritt. Trotzdem haben die vergangenen Wochen der Vollsperrung der wichtigen (und einzigen) Verkehrsverbindung im Besengrund für viel Verdruss und lange Umwege über Rotenburg oder Neuenstein gesorgt. „Anfangs sind im Rathaus die Telefone heiß-gelaufen“, sagt Rainer Koch, der betont, dass Hessen-Mobil „Herr des Verfahrens“ sei. Allerdings habe es zur Vollsperrung keine Alternative gegeben, weil nur gleichrangige Straßen als Ausweichstrecke ausgewiesen werden dürfen. Die gebe es im engen Rohrbachtal aber nicht.

Zwar kennen die Einheimischen Schleichwege über Forst- und Wirtschaftsstraßen, aber solche Routen dürften schon aus Versicherungsgründen nicht als offizielle Umleitung ausgeschildert werden, betont der SPD-Gemeindevorstand. „Ein Wirtschaftsweg ist immer nur eine Notfallstrecke“, stellt Rainer Koch unmissverständlich klar. Trotzdem habe die Gemeinde dafür gesorgt, dass überhängende Äste weggeschnitten wurden, damit zum Beispiel auch Rettungswagen ohne Probleme durchkommen können.

Nach knapp zwei Wochen habe sich der Unmut über die zum Teil weiten Umwege gelegt. Die empörten Anrufe im Rathaus hätten aufgehört, die meisten Bürger haben sich wohl mit dem Zustand arrangiert. „Die Arbeiten wurden ja auch ganz bewusst in die Sommerferien gelegt, denn auch die Schulbuslinie 320 kann ja momentan nicht fahren“, sagt Rainer Koch. Allerdings sei auch über ein Anrufsammeltaxi eine Lösung geschaffen worden, damit Bürger ohne eigenes Auto trotz Busausfall ebenfalls mobil bleiben können.

Die Arbeiten der Firma Strabag gehen unterdessen unvermindert weiter. Die betroffene Strecke sei inzwischen ausgekoffert worden, eine neue Tragschicht wurde eingebracht. Auch die Radwege wurden im Zuge der Bauarbeiten erneuert. „Es wäre ja Quatsch, hier zweimal zu bauen“, betont Rainer Koch.

Am Freitag, 19. August, soll dann die letzte Tragschicht aufgebracht werden. Nach einer gewissen Zeit zum Aushärten wird dann die Strecke durch das Rohrbachtal wieder frei befahrbar sein – und das auf glatter Fahrbahn.

Von Kai A. Struthoff

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