„Möchte die Gemeinschaft fördern“

Er liebt das Dorfleben: Thilo Frankfurth ist neuer Ortsvorsteher von Heinebach

Möchte das Miteinander im Dorf weiter stärken: Thilo Frankfurth ist seit 20 Jahren im Ortsbeirat und nun Ortsvorsteher von Heinebach.
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Möchte das Miteinander im Dorf weiter stärken: Thilo Frankfurth ist seit 20 Jahren im Ortsbeirat und nun Ortsvorsteher von Heinebach.

Der Alheimer Ortsteil Heinebach hat seit diesem Frühjahr einen neuen Ortsvorsteher. Thilo Frankfurth (47) hat das Amt von seinem Freund Fritz Aschenbrenner übernommen, der im Oktober 2020 leider verstarb.

Heinebach - „Ich habe gleich am Anfang nach der Wahl gesagt, dass ich diese große Lücke, die Fritz hinterlassen hat, niemals füllen kann und das auch nicht möchte “, erzählt Frankfurth, dem sein Amtsantritt als Ortsvorsteher dadurch sehr schwergefallen sei.

Sein gesamtes Leben wohnt Thilo Frankfurth in Heinebach, auf einem idyllischen Bauernhof mitten im Dorf. Dort verkauft er unter anderem Kartoffeln und Kürbisse aus eigenem Anbau und er hat einen Automaten, bei dem man rund um die Uhr frische Lebensmittel aus der Region kaufen kann. Zusätzlich arbeitet der gelernte Landwirt als Angestellter beim Kreisbauernverband Hersfeld-Rotenburg.

Ist Frankfurth nicht gerade bei der Arbeit oder mit dem Trecker auf Heinebachs Feldern unterwegs, dann genießt der Zwillingspapa die Zeit mit seinen beiden Töchtern, die zehn Jahre alt sind, und mit seiner Lebensgefährtin. In seiner Freizeit spielt er Tennis beim TC Alheim, feuert seinen Lieblingsverein FC Bayern München an und braust liebend gern mit Skiern durch die Alpen.

„Dass man zum Skifahren nicht immer weit weg in den Urlaub fahren muss, das hat sich im vergangenen Winter in Heinebach gezeigt“, erzählt Thilo Frankfurth. Als im Januar hoher Schnee lag, da hätten einige Heinebacher eine Skipiste am Dorfrand präpariert. Kinder und Erwachsene konnten so mit Schlitten und Skiern einen Berg hinunter fahren und wurden anschließend wieder mit einem Trecker die Piste hinauf gezogen.

Genau solche Erlebnisse seien es, die Thilo Frankfurth so sehr am Dorfleben in Heinebach liebt. „Als Ortsvorsteher möchte ich das auch weiterhin fördern: die Gemeinschaft, das Miteinander und den Zusammenhalt unter den Dorfbewohnern.“

Aus diesem Grund hat er zusammen mit dem Ortsbeirat die Whatsapp-Gruppe „Heinebach – tolles Dorf“ für alle Einwohner gegründet. „Falls jemand im Dorf ein Anliegen hat, kann derjenige den Ortsbeiratmitgliedern oder mir eine Nachricht senden und wir veröffentlichen das dann in der Whatsapp-Gruppe.“ So könne mithilfe der Gemeinschaft beispielsweise nach verschwundenen Haustieren oder Autoschlüsseln gesucht werden, es werde an Straßensperrungen erinnert und Veranstaltungen angekündigt. „Durch diese Gruppe haben wir sogar acht neue Wahlhelfer in diesem Jahr gewonnen.“

Als Vater von zwei Töchtern liegen Thilo Frankfurth natürlich auch die Kinder und Jugendliche am Herzen, wie er erzählt. Deshalb hätten der Ortsbeirat und er zwischen den Jahren eine Aufräumaktion des Jugendraumes geplant. Anschließend soll dieser gestrichen und hergerichtet werden, damit sich die Jugendlichen wieder wohlfühlen können. Und weitere Aktionen mit und für Kinder seien in Planung.

Und dann ist da auch noch die Städtefreundschaft mit Pulle in Belgien, die der Ortsvorsteher in Zukunft gerne wieder aufleben lassen würde. „Wir sind früher aus Heinebach alle zwei Jahre nach Pulle gefahren, die anderen Jahre besuchten uns die Belgier in Heinebach. Daraus sind Freundschaften entstanden, die bis heute halten“, sagt Frankfurth.

Von Carolin Eberth

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