Erweiterung des Erdgasnetzes

Ronshausen wird an Erdgasversorgung angeschlossen

Anschluss ans Gasnetz: Dieser Stellplatz am Bauhof der Gemeinde, auf den Bürgermeister Markus Becker deutet, wird als möglicher Standort für die Gasübergabestation an das Ortsnetz geprüft. Dort, am Ronshäuser Talweg, würde ein kleines Bauwerk von wenigen Quadratmetern entstehen, in dem die Technik Platz finden könnte. Foto: Gottbehüt

Ronshausen. Die Gemeinde Ronshausen wird an die Erdgasversorgung angeschlossen. Diese gute Nachricht brachte Ronshausens Bürgermeister Markus Becker aus der jüngsten Versammlung des Gasversorgungszweckverbandes Hersfeld-Rotenburg mit.

Demnach plant die Energie Netz Mitte GmbH - Rechtsnachfolgerin der Eon Mitte AG - eine Erweiterung des Erdgasnetzes im Verbandsgebiet. Ziel sei es, Anfang 2016 die ersten Ronshäuser Haushalte mit Gas zu versorgen.

„Nach langer Zeit haben wir es nun geschafft, dass wir den Ronshäusern eine günstige alternative Ernergieform anbieten können“, sagt Becker erfreut. Am Ende sei es dann sehr schnell gegangen. Zwischen den ersten Vorgesprächen und der Entscheidung für den Anschluss Ronshausens habe lediglich ein Dreivierteljahr gelegen.

In einer Informationsveranstaltung wollen Bürgermeister und Vertreter des Energieversorgers den Ronshäusern das neue Angebot vorstellen. Sie findet am Dienstag, 20. Januar, ab 19.30 Uhr im Haus des Gastes statt. „Wichtig ist, dass sich so viele Bürger wie möglich informieren und für einen Anschluss vormerken lassen, damit wir das Gasnetz möglichst flächendeckend nutzen können“, sagt Becker.

Geplant ist, die Gasleitung über Faßdorf und die ehemalige Kreisstraße 69 nach Ronshausen zu führen. „Welche Straßenzüge im Einzelnen später angeschlossen werden, hängt davon ab, welche Haushalte sich für einen Gasanschluss anmelden - sind genug Interessenten vorhanden, rechnet sich die Leitung zu den Anliegern“, erklärt der Verwaltungschef.

Der Ortsteil Machtlos sei aufgrund der Entfernung und der damit verbundenen hohen Kosten in der Planung bislang noch nicht vorgesehen. „Das heißt aber nicht, dass ein Anschluss von Machtlos gänzlich ausgeschlossen ist“, betont Becker.

In einer ersten Ausbaustufe sei zunächst eine Anbindung von einer möglichen Übergabestation am Bauhof der Gemeinde am Talweg bis zum Haus des Gastes in der Ortsmitte vorgesehen. „Wie später weiterverzweigt wird, ist direkt abhängig von der Nachfrage - ein persönlicher Traum von mir wäre es, auch den Badepark später noch anschließen zu können“, hofft der Bürgermeister.

Ineffektive Ölheizungen wie im Haus des Gastes durch moderne Erdgasheizungsanlagen zu ersetzen, sei auch für die Gemeinde eine gute Möglichkeit, langfristig Kosten zu sparen, findet Becker. „Zumal sich der Kauf einer neuen Anlage vom Investitionsvolumen in überschaubaren Grenzen hält“, sagt der Verwaltungschef.

Und auch ein zweites Projekt könnte laut Becker im Zuge des Ausbaus gleich mit angepackt werden. „Wir sollten prüfen, ob das Verlegen der Glasfaserkabel für den Internet-Breitband-Ausbau nicht gleich mit erledigt werden könnte“, sagt Becker.

Von Peter Gottbehüt

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