1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Eröffnung der Interkulturellen Woche in der Bad Hersfelder Stadthalle

Erstellt:

Kommentare

Grüße in mehreren Sprachen: Aus Südkorea, Syrien, Afghanistan, Rumänien, Äthiopien, Indonesien, Indien und Bolivien (von links) kamen die Begrüßungsworte für die Gäste in der Stadthalle.
Grüße in mehreren Sprachen: Aus Südkorea, Syrien, Afghanistan, Rumänien, Äthiopien, Indonesien, Indien und Bolivien (von links) kamen die Begrüßungsworte für die Gäste in der Stadthalle. © Ute Janßen

Mehr als 5000 Veranstaltungen in über 500 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland bietet die diesjährige Interkulturelle Woche. Bad Hersfeld ist bereits zum zweiten Mal dabei.

Bad Hersfeld – Eine gut besuchte, bunte und vielfältige Veranstaltung in der Stadthalle bildete den Auftakt für eine Woche voller Aktivitäten vom Tanzworkshop über Kreativ-Workshops, Filmvorführungen, Podiumsgespräche, Theater und eine Ausstellung bis hin zum Abschlusskonzert mit Ladscho Swing am Sonntag, 2. Oktober, auf dem Bebraer Anger.

Wie groß die kulturelle Vielfalt in unserer Region ist, wurde gleich zu Beginn durch Jutta Hendler vom Fachbereich Generationen der Stadt moderierten Veranstaltung deutlich: Viele Gäste waren in bunten Nationaltrachten gekommen und die Begrüßung erfolgte in zehn Sprachen.

Als Vertreter von Landrat Torsten Warnecke war der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll in die Stadthalle gekommen. Noll würdigte besonders das Engagement und die Hilfsbereitschaft derjenigen, die sich um die Integration von Geflüchteten bemühen. Das Schicksal der vielen Menschen aus der Ukraine lasse trotz großer Herausforderungen niemanden kalt. Der Erste Stadtrat Gunter Grimm wies darauf hin, dass in Bad Hersfeld Menschen aus rund 100 verschiedenen Ländern zusammenleben. Veranstaltungen wie die Interkulturelle Woche seien wichtig, um nicht nur exotische Speisen kennenzulernen. Toleranz und Offenheit seien Garanten für ein lebendiges und friedliches Zusammenleben. Integration, so Grimm, brauche allerdings in besonderem Maße Unterstützung, um sowohl eine wirkungsvolle Förderung als auch größtmögliche Sicherheit in der Stadt erreichen zu können. Gerade jetzt, angesichts des Krieges in der Ukraine, gelte es in besonderem Maße zusammenzurücken. Aysegül Tas-Dogan als Vertreterin der Integrationskommission Bad Hersfeld wies darauf hin, dass Integration nicht allein ein allgemein-menschliches Thema sei, sondern eine deutlich politische Bedeutung habe. Es sei wichtig, dafür einzutreten, dass der politische Rahmen für die Integration von Zuwanderern deutlich verbessert werde. Vielfalt sei ein entscheidendes Kriterium für Kreativität und gerade in einer Zeit, in der die Hemmschwellen für rassistische Angriffe deutlich niedriger geworden seien, gelte es für Solidarität und Offenheit einzutreten.

Aus den sehr vielfältigen musikalischen und tänzerischen Beiträgen konnten die Besucherinnen und Besucher Eindrücke aus unterschiedlichen Kulturkreisen gewinnen. Von afrikanischer Trommelmusik reichte das Spektrum über philippinische und indonesische Tänze, orientalischen Tanz, Musik der Angklung-Gruppe des Ikuz bis hin zu türkischer Musik. Besonders berührend und aufrüttelnd wirkte der Musikbeitrag der jungen Ukrainerinnen Marija Parkhomenko (Bandura, ukrainisches Saiteninstrument) und Ruslana Vojtkevitsch (Gesang).

Wer wollte, konnte sich nach einer Stärkung am reichhaltigen internationalen Buffet in den offenen Tanzrunden selbst tänzerisch betätigen und an den Informationsständen verschiedener Vereine und Institutionen ins Gespräch kommen.

Einen Überblick über die Veranstaltungen in dieser Woche gibt es unter integreat.app/lkhersfeldrotenburg/de/events

Auch interessant

Kommentare