Motiv für die Tat weiter unklar

Familientragödie von Rotensee: Ulf W. erschoss Tochter und erschlug Ehefrau

Bad Hersfeld. Jetzt steht es fest. Bei den bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Menschen, die am Mittwoch, 22. Juni, in einem Auto in einem Waldstück zwischen Salzberg und Oberaula aufgefunden wurden, handelt es sich um die vermisste Familie W. aus Rotensee.

Das teilte Staatsanwalt Harry Wilke am Dienstagnachmittag in einer Presseerklärung mit. Die Obduktion der Leichen hat demnach ergeben, dass die Ehefrau, die sich auf dem Rücksitz befand, durch Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf zu Tode gekommen ist. Die Verletzungen deuten auf drei Schläge mit einer Axt hin. Die Tochter, die im Kofferraum lag, ist durch einen Kopfschuss von hinten getötet worden.

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Aufgrund der bisher geführten Ermittlungen ist davon auszugehen, dass Ulf W. seine Ehefrau und seine Tochter im Wohnhaus in Rotensee tötete. Danach zerrte er die beiden Leichen ins Auto und fuhr in das Waldstück auf dem Eisenberg. Dort setzte er das Fahrzeug im Innern vorsätzlich in Brand. Das vermuten Experten aufgrund des Verbrennungsgrades des Fahrzeugs. Der Innenraum war vollständig ausgebrannt.

Nachdem Ulf W. das Feuer in seinem Auto gelegt hatte, erschoss er sich. Auch bei ihm stellten die Rechtsmediziner einen Einschuss im Kopf fest. Außerdem wurden im Bereich des Vordersitzes eine leere Patronenhülse Kaliber neun Millimeter und eine Pistole mit dem gleichen Kaliber aufgefunden.

Zu den Motiven der Tat konnten laut Staatsanwaltschaft bisher keine sicheren Erkenntnisse gewonnen werden.

Zur Absicherung der erhobenen Befunde müssen noch ergänzende DNA-Gutachten erstellt werden, führte Harry Wilke weiter aus.

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