23-Jähriger betrog alte Dame in Hohenroda um fast 9000 Euro: Bewährungsstrafe

Erst dreist, dann voller Reue

Bad Hersfeld. Wer alte Leute derart dreist übers Ohr haut, den sollte man eigentlich einbuchten: Diese Ansicht vertrat der Bad Hersfelder Strafrichter Elmar Schnelle gestern im Prozess gegen einen 23-Jährigen aus Aurich ganz unverblümt.

Denn der Hartz IV-Empfänger hatte sich im September und November 2011 gegenüber einen 82 Jahre alten Dame aus Hohenroda gleich zweimal als Finanzbeamter ausgegeben und angebliche Steuerschulden eingefordert.

Sein Opfer, das den unverschämten Trick nicht durchschaute, war mit dem Betrüger jeweils zur Sparkasse gegangen, hatte die verlangten Teilbeträge von 3200 und 5600 Euro abgehoben und dem falschen Beamten gegen Quittung ausgehändigt.

Im letzten Moment

Dass Richter Schnelle seine erklärte Absicht dann doch nicht in die Tat umsetzte, lag am Verhalten des Angeklagten. Mit einem unumwundenen Geständnis, glaubhaften Reuebekundungen und einer Entschuldigung bei der alten Dame bewahrte sich der Familienvater im letzten Moment selbst vor einem Vollzug der ausgeurteilten Freiheitsstrafe von einem Jahr. Die wird nun für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zusätzlich verhängte Richter Schnelle eine Arbeitsauflage von 100 Stunden. (ks)

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Von Karl Schönholtz

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