Unterhaltsamer Abend mit Fuldaer Comedy-Duo im Rotenburger „Moritz“

Erst essen, dann lachen

Witzig: Marion Rasch (links) und Heike Böcke begeistern als Frau Dr. Schleckenfittich und ihre renitente Dauerpatientin Alma Dingenskirchen. Foto: Apel

Rotenburg. Eng, aber gemütlich ging es im „Moritz“ am Rotenburger Marktplatz zu, als Frau Dr. Schleckenfittich und ihre renitente Dauerpatientin Alma Dingenskirchen über Gott und die Welt philosophierten und darüber, dass es für alle Probleme eine Lösung gibt: „Essen hilft immer!“

So jedenfalls lautete der Titel des Programms des Theater-Comedy-Duos Marion Rasch (34) aus Großenlüder und Heike Böcke (50) aus Fulda, mit dem dieses einen ganz besonderen Sonntagabend krönte.

Die eine liebt Schwarzwälder-Kirsch-Torte und praktiziert ambulant, die andere schätzt eine Mischung aus Cabernet, Sauvignon und Merlot und „musste mal zu Frau Doktor wegen einer Auflage vom Gericht“.

Nur bedingt harmonisch

Kein Wunder, dass die beiden nur bedingt miteinander harmonieren. Während die eine sich gegen zu viel Sex wehrt – „Ich bin ein Mensch und kein Karnickel!“ – und der Meinung ist, dass Frauen und Männer nicht zusammenpassen, widerlegt die andere diese Behauptung mit der pointierten Feststellung: „In der Mitte schon!“

Frei nach dem Motto „Wer trinken kann, kann auch singen!“ stimmen sie irgendwann eine Runde altbekannter Schlager an, die von „Kann denn Liebe Sünde sein“ über „Love is in the Air“ bis hin zum Udo-Jürgens-Hit „Griechischer Wein“ reicht.

Gelegenheit für Frau Dingenskirchen, sich bei ihrer Suche nach „Lecker-Häppchen“ im Publikum über die Griechenland-Krise auszulassen: „Die Griechen sind pleite, weil der Ouzo immer aufs Haus ging!“, und für Frau Doktor, sich auf dem Schoß des einen oder anderen Mannes niederzulassen. Was ihr zusehends Spaß macht und was die Herren im Publikum auch gerne über sich ergehen lassen.

Überhaupt: Den beiden Frauen gelingt es ausgesprochen gut, die Besucher in ihr interaktives Programm miteinzubeziehen und für ihre Späße zu begeistern. Auch wenn sie nach Betrachtung diverser Skandale und Kritik am im Deutschland beliebten Jammern auf hohem Niveau bis zuletzt auf keinen gemeinsamen Nenner finden und sich zum Abschied als „Staatlich anerkannte Psychowanderhure“ und „XXL-Flasche“ beschimpfen.

Wer die Eintritt-frei-Austritt-nicht-Veranstaltung erleben möchte, hat dazu noch einmal am Sonntag, 22. März, ab 18 Uhr, Gelegenheit. Tischbestellungen unter Telefon 0 66 23 / 51 20.

Von Wilfried Apel

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